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Marktentwicklung im Zeichen von COVID-19

Die Corona Pandemie hat den Markt weltweit im Griff.

Unsere Experten beobachten die aktuelle Marktentwicklung und geben hier wöchentlich ein Update.

Wöchentliche Markteinschätzung, Stand: 02.06.2020

  • Das angekündigte europäische Konjunkturprogramm wird durch gemeinsame Schulden der EU getragen. Damit wird zumindest ein Teil der COVID-19-Verluste gemeinschaftlich in Europa aufgefangen.
  • Der S&P 500 konnte im Mai mit einer positiven Rendite von 4,5 Prozent schließen. Nachdem der Index bereits im Vormonat ein Plus von 12,7 Prozent vorzuweisen hatte, befindet er sich nun nur noch knapp 5 Prozent unter seinem Stand vom Jahresende 2019.
  • Japan vermeldet nur noch wenige Neu-Infektionen. So wurde jetzt der nationale Ausnahmezustand von der Regierung aufgehoben. Zudem hat die japanische Führung ein weiteres umfangreiches Konjunkturpaket angekündigt.

Europa:

  • Der nun veröffentlichte Plan der EU-Kommission einen europäischen Konjunkturfonds, zur Sanierung der Wirtschaft aufzulegen, entspricht in weiten Teilen dem französisch-deutschen Vorschlag. Allerdings wurde das 500 Milliarden Euro schwere Volumen noch einmal um zusätzliche 250 Milliarden Euro an Darlehen aufgestockt.
  • Diese 750 Milliarden Euro sollen ohne große Bedingungen verteilt werden, solange sie für Ausgaben und Investitionen im Zusammenhang mit COVID-19 genutzt werden.
  • Zwar müssen die 27 EU-Mitgliedstaaten dem Vorschlag der Europäischen Kommission noch zustimmen, doch angesichts neuer schwacher Makro-Daten, wird ein solcher Sanierungsfonds dringend gebraucht.
  • Gerade der Dienstleistungssektor in Europa ist stark von COVID-19 betroffen und hat sich bisher kaum erholt. Es ist damit zu rechnen, dass die fortschreitenden Lockerungen der politischen Maßnahmen, die Lage wieder etwas entspannen. Aber es besteht ein hohes Risiko, dass die europäische Wirtschaft nur langsam wieder in Gang kommt.

USA:

  • Am Aktienmarkt wird auf ein Wiedererstarken der amerikanischen Wirtschaft gesetzt. Dabei herrschen weiterhin schwache Wirtschaftsdaten. Die Anleger fokussieren sich jedoch auf mögliche Signale, mit denen ein zukünftiger Aufwärtstrend zu begründen ist.
  • Es gibt zwar nach wie vor viele Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, deren Zahl ist jedoch seit nun acht Wochen rückläufig. Zudem ist die Zahl der Arbeitslosen in den USA weiter zurückgegangen.
  • Die Verbraucherstimmung hat sich auch gebessert. Ebenso verzeichnete das verarbeitende Gewerbe mehr Auftragseingänge.
  • Durch COVID-19 und den darauffolgenden Bedarf der Unternehmen an Liquidität, ist das Kreditangebot an Unternehmensanleihen stark gestiegen. Allein in den USA wurden nun Unternehmensanleihen über mehr als eine Billion US-Dollar emittiert. Zukünftig wird erwartet, dass die Firmen eher für den Abbau ihrer Schulden, als für weiteres Wachstum arbeiten.

Asien:

  • Das japanische Konjunkturprogramm wird ein Volumen von 117,1 Milliarden Yen haben. Dies entspricht etwa 21,5 Prozent des japanischen Bruttoinlandprodukts. Damit hat dieses neue Paket denselben Umfang, wie jenes aus April. Finanzieren wird dies die japanische Regierung durch die Ausgabe neuer Staatsanleihen.
  • Mithilfe des Konjunkturprogramms sollen vor allem klein- und mittelständige Unternehmen unterstützt und eine hohe Arbeitslosenquote verhindert werden.
  • Im April ist die japanische Wirtschaft erwartungsgemäß geschrumpft. Die Produktion ging dabei im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 Prozent zurück und auch die Einzelhandelsumsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 Prozent gesunken.
  • Der Rückgang der Produktion führt auch zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote in Japan. Allerdings hat sich die Verbraucherstimmung zuletzt gebessert. Und auch japanische Aktien sind in der letzten Woche stark gestiegen.