bAV Pflanze

Stocken Sie Ihre gesetzliche Rente auf.

Fragen und Antworten zur betrieblichen Altersvorsorge

FAQ Betriebliche Altersvorsorge

Es ist heutzutage kein Geheimnis, dass die gesetzliche Rente keine ausreichende Versorgung im Alter mehr gewährleistet. Deshalb hat der Gesetzgeber jedem Arbeitnehmer die Chance eröffnet, eine ergänzende betriebliche Vorsorge abzuschließen, um sich so eine eigene Zusatzrente zu sichern. Hier finden Sie wichtiges Hintergrundwissen und Antworten auf häufige Fragen zu diesem Thema.

Ihr Weg zur optimalen Altersvorsorge

Schauen Sie sich unser Video an und erfahren Sie mehr darüber, warum betriebliche Altersvorsorge so wichtig ist und wie Sie Ihre individuelle Lösung finden.

  • Hintergrundwissen

    Ihre Altersvorsorge lässt sich individuell vereinbaren

    Nutzen Sie die Chance, Ihren Ruhestand durch eine zusätzliche Altersvorsorge finanziell abzusichern: Gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber treffen Sie eine Vereinbarung, ab wann und wie Ihr Einkommen in Beiträge zur Betriebsrente umgewandelt wird. Verwendet werden können dazu Teile Ihres laufenden Einkommens oder Sonderzahlungen wie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.

    Ersparnis bei der Direktversicherung und Pensionsfonds

    Jährliche Beiträge sind bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der allgemeinen Rentenversicherung (West) steuerfrei und bis zu 4 % der BBG (West) sozialabgabenfrei. Beiträge, die für einen bestehenden, nach § 40 b EStG geförderten Vertrag aufgewendet werden, sind von den 8 % abzuziehen.

    Sparen Sie Steuern und Sozialabgaben

    Mit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes (AltEinkG) zum 1. Januar 2005 wurde die steuerliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen neu geregelt:

    • Die Pauschalversteuerung nach § 40b EStG ist für die kapitalgedeckte betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherung) im Rahmen von neuen Versorgungszusagen nicht mehr möglich.
    • Die Beiträge für eine Direktversicherung oder einen Pensionsfonds, die zum Aufbau einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersvorsorge dienen, unterliegen der steuerlichen Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG (steuerfreie Beiträge).

    • Erst die zur Auszahlung kommenden Leistungen sind in voller Höhe zu versteuern - dann aber in der Regel mit einem geringeren Steuersatz als im aktiven Berufsleben. Pflichtversicherte und freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte müssen aus diesen Leistungen zusätzlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.

    Ersparnis bei Unterstützungskasse und Pensions-/Direktzusage

    Beiträge zugunsten einer Unterstützungskasse oder einer Pensionszusage sind in unbegrenzter Höhe steuerfrei, da diese nicht dem Zuflussprinzip unterliegen.

    Sozialversicherungsfreiheit besteht für jährliche Beiträge bis zu einer Höhe von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der allgemeinen Rentenversicherung. Bei firmenfinanzierten Beiträgen besteht die Sozialversicherungsfreiheit sogar in unbegrenzter Höhe.

    Beispielrechnung

    Beispielrechnung

    Die steuerlichen Einspareffekte werden anhand einer praktischen Aufwandsberechnung deutlich:

     
    Aufwandsberechnung Arbeitnehmer A: Beitragshöhe: 1.200 EUR Arbeitnehmer B: Beitragshöhe: 2.500 EUR
    jährlicher Umwandlungsbetrag 1.200 EUR 2.500 EUR
    Steuer- und Sozialversicherungsersparnis (bspw. 45 %) 540 EUR 1.125 EUR
    jährlicher Nettoaufwand für die betriebliche Altersvorsorge 660 EUR 1.375 EUR
  • Fragen und Antworten zur betrieblichen Altersvorsorge

    Was genau ist die betriebliche Altersvorsorge?

    Unter betrieblicher Altersvorsorge (bAV) versteht man alle Leistungen, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zur Altersvorsorge, Hinterbliebenenversorgung oder Invaliditätsversorgung zusagt. Die betriebliche Altersvorsorge trägt damit zur sozialen Sicherung des Arbeitnehmers und seiner Familie bei.

    Kann ich von meinem Arbeitgeber eine bAV einfordern?

    Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf eine eigenfinanzierte betriebliche Altersvorsorge. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen die Möglichkeit der Entgeltumwandlung bieten. Das heißt, ein Teil Ihres Einkommens wird nicht als Gehalt ausgezahlt, sondern (zum Teil) steuerfrei in Ihre betriebliche Altersvorsorge umgewandelt.

    Spart der Arbeitgeber aufgrund einer Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge, ist er ab 2019 bei Neuabschluss von Entgeltumwandlungen und für bestehende Entgeltumwandlungen spätestens ab 2022 verpflichtet, einen Zuschuss zu zahlen. Ihre Entgeltumwandlung wird durch den verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss zukünftig also noch attraktiver. 

    Kann ich als AN die Art oder den Anbieter frei wählen?

    In den meisten Fällen gibt Ihr Arbeitgeber den Durchführungsweg und auch das Versicherungsunternehmen vor. Daran sind Sie in der Regel gebunden. Viele Arbeitgeber bieten Ihren Mitarbeitern jedoch mehrere Durchführungswege an. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Betriebsrat oder Ihrer Personalabteilung. Oftmals sind die jeweiligen Ansprechpartner offen für individuelle Vorsorgewünsche und Vorschläge.

    Bietet Ihr Arbeitgeber keinen Durchführungsweg an, können Sie eine Direktversicherung verlangen. Bei welchem Versicherungsunternehmen diese Direktversicherung abgeschlossen wird, kann der Arbeitgeber bestimmen.

    Wer finanziert die betriebliche Altersvorsorge?

    Die betriebliche Altersvorsorge kann über verschiedene Wege finanziert werden:

    • Arbeitgeberfinanzierung: Die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge werden vom Arbeitgeber zusätzlich zum Arbeitsentgelt gezahlt.
    • Arbeitnehmerfinanzierung/Entgeltumwandlung: Ein Teil des Arbeitnehmergehaltes wird nicht ausgezahlt, sondern in die betriebliche Altersvorsorge umgewandelt (zum Beispiel Urlaubsgeld, laufendes Arbeitsentgelt oder Überstundengeld).
    • Mischmodelle: zum Beispiel Entgeltumwandlung (Arbeitnehmerfinanzierung) mit Arbeitgeberbeteiligung

    Wird die betriebliche Altersvorsorge vom Staat gefördert?

    Da die gesetzliche Rente alleine nicht ausreicht, um den Lebensstandard im Alter zu sichern, fördert der Staat die betriebliche Altersvorsorge durch massive Steuererleichterungen.

    Sie möchten weitere Informationen zum Thema „Steuern und Sozialabgaben sparen“? Dann klicken Sie bitte hier:

    > Mehr erfahren

    Wie erfolgt die Besteuerung?

    Was passiert mit meiner bAV wenn ich den AG wechsele?

    Bei den Durchführungswegen Direktversicherung und Pensionsfonds kann die Versorgung im Rahmen eines Versicherungsnehmerwechsels problemlos auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden. Ebenso besteht seitens der versicherten Person das Recht auf Ausübung der Portabilität (Übertragungswert). Darüber hinaus stellt das Übertragungsabkommen für Direktversicherungen sicher, dass Verträge von einer Versicherungsgesellschaft auf eine andere Gesellschaft übertragbar sind (wenn zum Beispiel der neue Arbeitgeber nur eine bestimmte Versicherung anbietet).

    Neben den beschriebenen Optionen ist auch die Übertragung der Verträge auf die versicherte Person möglich. Diese wird dann Vertragspartner und kann den Vertrag mit eigenen Beiträgen fortführen oder aber beitragsfrei stellen.

    Bei den Durchführungswegen Unterstützungskasse und Direktzusage ist eine schuldrechtliche Übernahme der alten Versorgungszusage durch den neuen Arbeitgeber notwendig oder aber die Übertragung erfolgt im Rahmen einer „freiwilligen Portabilität“. Ein Rechtsanspruch auf Übertragung seitens des Arbeitnehmers besteht nicht. In der Regel wird die Zusage aber bei dem alten Arbeitgeber verbleiben. Der Versorgungsberechtigte hat dann weiterhin diesem gegenüber einen Anspruch auf Erfüllung der Zusage.

    Eine Übertragung der Rückdeckungsversicherung auf den Arbeitnehmer als Versicherungsnehmer wie zum Beispiel in der Direktversicherung ist in der Regel nicht möglich.

    Was versteht man unter einer Unverfallbarkeit?

    Unverfallbarkeit bedeutet, dass die betriebliche Altersvorsorge auch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr vollständig verfallen kann. Damit der Arbeitnehmer einen unverfallbaren Anspruch auf die Vorsorgeleistungen erhält, müssen bei firmenfinanzierten Modellen in der Regel zwei Bedingungen erfüllt sein:

    • Bis zum Versorgungsfall muss der Arbeitnehmer mindestens das 21. Lebensjahr vollendet haben.
    • Die Versorgungszusage muss drei Jahre bestehen.
    Versorgungszusagen im Wege der Entgeltumwandlung sind bereits ab Beginn, das heißt ohne die obigen Voraussetzungen, gesetzlich unverfallbar.

    Ist die betriebliche Altersvorsorge wirklich effektiv?

    Durch die steuerliche Förderung in Form der Steuer- und Sozialabgabenfreiheit ist die betriebliche Altersversorgung ein wirksames Instrument, um bestehende Versorgungslücken zu schließen.

    Welche Rolle spielt meine persönliche Situation?

    Welche steuerliche Förderung der betrieblichen Altersvorsorge für Sie am geeignetsten ist, hängt entscheidend von Ihrer persönlichen Situation ab. Dazu gehören Faktoren wie zum Beispiel Ihr Familienstand, die Anzahl Ihrer Kinder und die Höhe Ihres Einkommens.

    Sie möchten gerne eine individuelle Empfehlung bekommen? Dann wenden Sie sich doch einfach an Ihren Zurich Versicherungspartner – er hilft Ihnen gerne weiter.

    > Zurich Versicherungspartner finden

Ihre betriebliche Altersvorsorge

Egal für welche Modell Sie sich entscheiden – Zurich ist mit durchdachten Lösungen für Sie da.

Persönlich anfragen

Bei Zurich anfragen

Kontakt aufnehmen

Telefon: +49 (0)228 268-01
Mo - Fr 7:30 - 20:00 Uhr, Sa 7:30 - 15:00 Uhr

Rückruf gewünscht?
SMS: +49 (0)177 6987424
(Gebühren abhängig vom gewählten Anbieter)

Agentur vor Ort finden

Kompetente Beratung und schnelle Hilfe.
Finden Sie hier die Zurich Agentur in Ihrer Nähe.

Schaden und Leistungsfall melden

Service-Telefon bei Schadenfällen:
+49 (0)228 268-2680

Moped-Schaden:
+49 (0)89 7676-6590