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Das ändert sich in 2020 für Privatkunden

Auch in 2020 ändern sich wieder einige Gesetze, Bestimmungen und Vorschriften über die Sie Bescheid wissen sollten.

  • Neues für Autofahrer
  • Steuern und Geld
  • Werte für 2020 in der Sozialversicherung
  • Was Sie in 2020 sonst noch erwartet
  • Gesetzliche Feiertage 2020

Neues für Autofahrer

Höhere Bußgelder

Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden und Rettungskräfte nicht durchlassen, haben EUR 320,00 zu zahlen. Außerdem können ein einmonatiges Fahrverbot sowie 2 Punkte in Flensburg hinzu kommen.

Wer auf einem Geh-, Radweg oder Schutzstreifen parkt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100,00 EUR rechnen. Wenn andere Verkehrsteilnehmer dabei behindert oder gefährdet werden, droht zusätzlich ein Punkt in Flensburg. Das gleiche gilt, wenn länger als eine Stunde im verbotenen Bereich geparkt wird.

Wer unerlaubt durch eine Rettungsgasse fährt, muss mit einer Geldbuße zwischen EUR 200.- und EUR 300.- sowie einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg rechnen.  

Neue Typklassen

Auf der Basis von Unfallstatistiken hat der Gesamtverband die Typklassen in der Kfz-Versicherung neu berechnet. Rund 4,6 Mio. zahlen in 2020 eine geringere Prämie in der Fahrzeug-Haftpflichtversicherung. Etwa 6,5 Mio. PKW-Besitzer zahlen mehr.

Abbiegeassistenten für Lang-LKWs

Zum 01.07.2020 werden Abbiegeassistenten sowie blinkende Seitenspiegel bei neuen Lang-LKWs (Zugfahrzeuge mit Anhänger) in Deutschland Pflicht. Die Gefahr tödlicher Abbiegeunfälle mit Fahrradfahrern und Fußgängern soll damit verringert werden.

Ab 01.07.2022 gilt diese Vorschrift auch EU-weit und für Bestandsfahrzeuge.

Mit Führerscheinklasse B auch Motorrad fahren

Autofahrer, die einen Führerschein der Klasse B besitzen, dürfen auch Motorräder der A1-Klasse fahren. Dies sind Maschinen bis 125 ccm Hubraum und 11 KW.

Voraussetzungen: Der Fahrer/die Fahrerin ist mindestens 25 Jahr alt, darf seit mindestens 5 Jahre Auto fahren und hat einige Übungsstunden sowie einen Theorieblock in der Fahrschule absolviert.

Führerschein mit Automatik-Fahrzeug

Fahrschüler/innen, die das Fahren ausschließlich mit einer Automatik-Schaltung gelernt haben, dürfen nach bestandener Prüfung auch nur mit Automatik fahren.

Ab 2020 dürfen Fahranfänger/innen auch mit manueller Schaltung fahren. Vorausgesetzt, sie haben in der Fahrschule ein entsprechendes Fahrtraining absolviert.

Mindestalter für Mopedfahrer wird gesenkt

Jugendliche dürfen in Zukunft bereits mit 15 Jahren den Rollerführerschein machen. Allerdings bleibt es jedem Bundesland freigestellt, ob es die neue Regelung umsetzt.

Fahrzeuge online anmelden

Seit 01.10.2019 können Fahrzeughalter ihr Auto oder Motorrad von zu Hause aus anmelden. Dazu wird benötigt: Internetzugang und Personalausweis mit Onlinefunktion. Außerdem ein Lesegerät oder Smartphone mit NFC-Chip, um die Daten zu übertragen.

Steuern und Geld

Jobticket

Finanziert ein Mitarbeiter sein Jobticket aus seinem Gehalt, fallen für das Jobticket nur 25 % Steuern an. Die Kosten dafür sind sozialversicherungsfrei.

Trotzdem kann die 30-Cent-Entfernungspauschale für den Arbeitsweg abgesetzt werden. Erhält der Mitarbeiter das Jobticket zusätzlich zum Gehalt, bleibt es nach wie vor steuerfrei.

Dienst-Fahrrad

Spendiert ein Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt ein Dienst-Fahrrad, bleibt es bis Ende 2030 (statt 2021) steuerfrei.

Verpflegung

Für Berufstätige, die mehr als 8 Stunden beruflich auswärtig tätig sind, sollen die Verpflegungspauschalen von EUR 12,00 auf EUR 14,00 steigen. Bei 24 Stunden Abwesenheit auf EUR 28,00.

Kraftfahrerpauschale

Kraftfahrer, die viele Tage unterwegs sind und im Fahrzeug übernachten müssen, können pauschal EUR 8,00 pro Arbeitstag von der Steuer absetzen.

Pendlerpauschale steigt ab 2021 

Zum 01.01.2021 steigt die Pendlerpauschale auf 35 Cent ab dem 21. Entfernungskilometer. Geringverdiener erhalten eine Mobilitätsprämie. 
Fernpendler können in den Jahren 2024 bis 2026 pro Kilometer 38 Cent geltend machen. 

Neue Sonderabschreibung für Mietwohnungen

Für neue Wohnungen können Vermieter in den ersten vier Jahren insgesamt 28 % steuerlich abschreiben. Vorausgesetzt, die Anschaffungs- oder Herstellkosten übersteigen EUR 3.000 pro qm nicht. Um die Sonderabschreibung in Anspruch nehmen zu können, sind der Bauantrag bzw. die Bauanzeige zwischen dem 01.09.2018 und 31.12.2021 einzureichen.

Neues Grundsteuer-Reformgesetz

Am 18.10.2019 hat der Bundestag eine Änderung des Grundsteuergesetzes beschlossen.

Die Umsetzung des neuen Reformgesetzes liegt maßgeblich bei den Bundesländern und Kommunen.

Dienstwagen

Nutzt ein Arbeitnehmer seinen Elektro- oder Hybrid-Dienstwagen auch privat, ist bis Ende 2030 (statt bis 2021) nur die Hälfte des geldwerten Vorteils zu versteuern.

Grundfreibetrag

Ab Januar 2020 beträgt der steuerliche Freibetrag für Ledige EUR 9.408,00, für Verheiratete EUR 18.816,00. Einkommen unterhalb dieser Werte bleiben steuerfrei.

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. In 2020 liegt der Freibetrag je Kind bei jährlich EUR 7.812,00 für beide Elternteile.

Bei neugeborenen Kindern wird der Freibetrag im Geburtsjahr anteilig berechnet.

Kindergeld

Das Kindergeld muss nicht versteuert werden. Ein Anspruch entsteht im Geburtsmonat des Kindes. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Kinder.

Höhe des Kindergeldes ab 2020 EUR ab 2021 EUR
1. und 2. Kind

204

219

3. Kind

210

225

ab 4. Kind

235

250

Baukindergeld

Familien mit Kindern und Alleinerziehende können für den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände Baukindergeld beantragen.

Der Zuschuss liegt pro Kind bei EUR 12.000,00 (10 Jahre lang je EUR 1.200,00). Das Haushaltseinkommen darf max. EUR 90.000,00 pro Jahr betragen bei einem Kind plus EUR 15.000,00 für jedes weitere Kind. Derzeit plant die Bundesregierung keine Verlängerung des Baukindergeldes über Ende 2020 hinaus.

Mehr Wohngeld für Einkommensschwache

Ab 01.01.2020 wird das staatliche Wohngeld erhöht. Es wird als Mietzuschuss oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer geleistet. Die Höhe richtet sich nach Haushaltsgröße, Einkommen und Miete bzw. Belastung.

Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt. Zuständig sind die örtlichen Wohngeldstellen, z. B. innerhalb der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltungen.

Angehörigen-Entlastungsgesetz

Das Angehörigen-Entlastungsgesetz soll erwachsene Kinder pflegebedürftiger Eltern finanziell entlasten: Auf das Einkommen der Kinder soll erst dann zurückgegriffen werden dürfen, wenn ihr Bruttoeinkommen EUR 100.000.- übersteigt.
Das Bundeskabinett hat das Gesetz am 14.08.2019 beschlossen.

Weitere Informationen zum Angehörigen-Entlastungsgesetz finden Sie hier.

Werte für 2020 in der Sozialversicherung

Versicherungspflichtgrenzen in der gesetzlichen Krankenversicherung

jährlich EUR 62.550,00 / monatlich EUR 5.212,50

 

Beitragsbemessungsgrenzen in der

Gesetzlichen Krankenversicherung

  • jährlich EUR 56.250,00 / monatlich EUR 4.687,50

Gesetzlichen Rentenversicherung

  • Alte Bundesländer
    jährlich EUR 82.800,00 / monatlich EUR 6.900,00
  • Neue Bundesländer
    jährlich EUR 77.400,00 / monatlich EUR 6.450,00

Arbeitslosenversicherung

  • Alte Bundesländer
    jährlich EUR 82.800,00 / monatlich EUR 6.900,00
  • Neue Bundesländer
    jährlich EUR 77.400,00 / monatlich EUR 6.450,00

Knappschaftlichen Rentenversicherung

  • Alte Bundesländer
    jährlich EUR 101.400,00 / monatlich EUR 8.450,00
  • Neue Bundesländer
    jährlich EUR 94.800,00 / monatlich EUR 7.900,00

Beitragssätze in der

  • Rentenversicherung 18,6 %
  • Knappschaftlichen Rentenversicherung 24,7 %
  • Arbeitslosenversicherung 2,5 %
  • Gesetzlichen Krankenversicherung Allgemeiner Beitragssatz 14,6 % zuzüglich Kassenspezifischer Zusatzbeitrag
  • Pflegeversicherung 3,05 % Kinderlosenzuschlag 0,25 %

Verdienstgrenzen

  • Geringfügig Beschäftigte monatlich EUR 450,00
  • Geringverdiener monatlich EUR 325,00
  • Midijob / Gleitzonenjob monatlich EUR 450,01 bis EUR 1.300,00

Was Sie in 2020 sonst noch erwartet

Energetische Gebäudesanierungen

Ab 2020 soll es Steuervorteile für energetische Gebäudesanierungen geben. Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Heizen mit erneuerbaren Energien. Zum Beispiel durch den Austausch von Heizungen, den Einbau neuer Fenster oder das Dämmen von Dächern und Außenwänden. Aufwendungen für Energieberater können abgesetzt werden.

Die Kosten sollen mit bis zu 20 % über drei Jahre lang steuerlich abgezogen werden können. Vorausgesetzt, bei dem Gebäude handelt es sich um selbstgenutztes Wohneigentum und die Immobilie ist älter als zehn Jahre. Die Gesamtförderung beträgt EUR 40.000.-.

Mindestlohn für Auszubildende

Eine Mindestvergütung für Auszubildende wird eingeführt. Sie beträgt pro Monat

ab 2020 = EUR 515,00
ab 2021 = EUR 550,00
ab 2022 = EUR 585,00 und
ab 2023 = EUR 620,00.

Fliegen soll teurer, Bahnfahren billiger werden

Für mehr Klimaschutz soll die Steuer auf Flugtickets erhöht werden. Je nach Strecke um ca. EUR 6,00 bis EUR 17,00 pro Ticket.

Ab 2020 sinkt die Mehrwertsteuer für Bahntickets im Fernverkehr von 19 % auf 7 %.

Mehr Schutz vor Belästigungen im Netz

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet wird verbessert. Täter können noch effektiver verfolgt werden, wenn sie im Netz versuchen, sexuellen Missbrauch oder die Herstellung von Kinderpornografie anzubahnen.

In Zukunft werden auch die Fälle strafrechtlich erfasst, in denen Täter lediglich annehmen, mit einem Kind Kontakt zu haben. In Wirklichkeit es aber um einen Erwachsenen handelt, z. B. mit einem Elternteil oder einem verdeckten Ermittler.

Gesetzliche Feiertage 2020

Feiertag Datum Feiertag in folgenden Bundesländern
Neujahr

01.01.2020

bundesweit

Heilige Drei Könige

06.01.2020

Baden-Württemberg, Bayern, 
Sachsen-Anhalt 

Internationaler Frauentag

08.03.2020

Berlin

Karfreitag

10.04.2020

bundesweit

Ostersonntag

12.04.2020

Brandenburg*

Ostermontag

13.04.2020

bundesweit

Tag der Arbeit

01.05.2020

bundesweit

Tag der Befreiung

08.05.2020

Berlin

Christi Himmelfahrt

21.05.2020

bundesweit

Pfingstsonntag

31.05.2020

Brandenburg*

Pfingstmontag

01.06.2020

bundesweit

Fronleichnam

11.06.2020

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Augsburger Friedensfest

08.08.2020

Bayern

Mariä Himmelfahrt

15.08.2020

Bayern, Saarland

Tag der Deutschen Einheit

03.10.2020

bundesweit

Reformationstag

31.10.2020

Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Allerheiligen

01.11.2020

Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Buß- und Bettag

18.11.2020

Sachsen

1. Weihnachtstag

25.12.2020

bundesweit

2. Weihnachtstag

26.12.2020

bundesweit

* Als einziges Bundesland behandelt Brandenburg Ostersonntag und Pfingstsonntag als gesetzlichen Feiertag.

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