Gebäudeschutz und Elementargefahren

Sie möchten Ihr Haus oder auch ein größeres Gebäude vor möglichen Natur- und Elementargefahren schützen? Wir zeigen Ihnen hier einige Möglichkeiten

Gebäudeschutz

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über mögliche Präventivmaßnahmen, mit denen Sie sich und Ihre Immobilie vor Naturgefahren schützen können.

  • Die sichere Gebäudeumgebung

    Wie schützt man die Gebäudeumgebung optimal vor Naturgefahren?

    Tipp

    Wer knapp 2 Prozent der Neubausumme investiert,
    baut seine Immobilie erdbebensicher.

    1  Auf erhöhtem Grundstück bauen (HW, R)

    2  Grundstück regelmäßig pflegen, keine losen Äste (E, H, ST)

    3  Nutzung auf gefahrenabgewandter Seite, Immobilie schützen mit Verbauungen (L, R)

    4  Drainage der Außenbereiche, Versiegelung des Bodens vermeiden (H, HW, R, ST)

    5  Garageneinfahrt vor Überflutung schützen (H, HW, ST)

    6  Schutzdamm (HW, L, R, S) oder Spaltkeil errichten (L)

    7  Baugrund prüfen (E)


    Glossar

    E Erdbeben
    H Hagel
    HW Hochwasser
    L Lawine
    R Rutschung
    ST Sturm

  • Die sichere Gebäudehülle

    Wie schützt man die Gebäudehülle optimal vor Naturgefahren?

    1  Dachfenster und Anlagen schützen (H, ST)

    2  Dachziegel verstärken und fixieren (H, L, ST)

    3  Storen vor/bei einem Unwetter einfahren, dauerhaft verstärken (H, ST)

    4  Licht-/Lüftungsschacht erhöht anbringen (H, HW, ST)

    5  Dachvorsprünge vermeiden (ST, L)

    6  Abläufe genügend groß dimensionieren und frei halten (H, ST)

    7  Fenster und Türen gegen Wasser abdichten (HW, M, ST), gegen Bruch verstärken (H, HW, L, ST), auf gefahrenabgewandter Seite anbringen ( L, ST, R)

    8  Garage mit Hochwasserbarriere (H, HW, ST)

     


    Glossar

    E Erdbeben
    H Hagel
    HW Hochwasser
    L Lawine
    R Rutschung
    ST Sturm

  • Das sichere Gebäudeinnere

    Wie schützt man das Gebäudeinnere optimal vor Naturgefahren?

    1  Räume für lange Aufenthaltsdauer (Wohnen, Schlafen) gefahrenabgewandt positionieren (L, R)

    2  Haustechnik, elektrische Anlagen erhöht anbringen (HW, R)

    3  Absperrhahn für Gas, Wasser, Öl (E, HW, R)

    4  Wasserresistente Materialien im Überflutungsbereich verwenden (HW)

    5  Öltank verankern (E, HW, ST)

    6  Installationen, Regale und Schränke an Wänden festschrauben (E)

    7  Rückstauklappe in Kanalisation anbringen (H, HW, ST)

    8  Nichts am Boden lagern (HW, R)

     


    Glossar

    E Erdbeben
    H Hagel
    HW Hochwasser
    L Lawine
    R Rutschung
    ST Sturm

Elementargefahren

Informieren Sie sich hier über mögliche Naturgefahren, wie Sie sich optimal vorbereiten und mit welchem Service wir Ihnen im Schadenfall zur Seite stehen.

  • Erdsenkung und Erdrutsch
  • Erdbeben

Erdsenkung ist eine naturbedingte Absenkung über natürlichen Hohlräumen. Ursachen für Erdsenkungen können lösliche Gesteine im Untergrund, Deckschichten aus lockerem Gestein oder Grundwasserbewegungen sein.

  • Informieren Sie sich

    Ob Sie und Ihre Immobilie sich in einem gefährdeten Gebiet befinden oder ob es Erfahrungen zu Erdsenkungen in der Vergangenheit gab, können Sie über lokale Kommunen und Behörden in Erfahrung bringen.

    Gegen Erdsenkungen gilt als einzige präventive Maßnahme nicht in entsprechend ausgewiesenen Gebieten zu bauen.

    Ein Erdrutsch ist ein naturbedingtes Abgleiten oder Abstürzen von Gestein- oder Erdmassen. Einmal in Bewegung können Erdrutsche praktisch nicht mehr aufgehalten werden. Bei nicht allzu großen Erdmassen oder langsamen Bewegungen lässt sich ein Rusch aber verlangsamen oder sogar stoppen. Wichtig ist, möglichst viel Wasser aus dem Hang zu bringen.
  • Wie können Sie Erdrutschschäden verhindern oder minimieren?

    • Bei kleineren Ausmaßen Stabilisierung des Hangs durch Sandsackbarrieren.
    • Wenn möglich verlegen Sie Außenanlagen wie z. B. Terrassen oder Kinderschaukeln und –rutschen weg von der Berg- bzw. Hangseite.
    • Wenn möglich ordnen Sie Räume mit kurzer Aufenthaltsdauer (z. B. Bad, Treppenhaus, Flur) bergseitig an.
    • Wenn möglich verlegen Sie wertvolle Güter (monetäre als auch emotionale) aus dem bergseitigen Gefahrenbereich.
    • Veranlassen Sie bei bereits abgerutschten Bereichen das Abdecken der kritischen Hangbereiche durch Planen, um weiteres Eindringen von Regenwasser zu verhindern.

In Deutschland bebt die Erde sehr oft, aber nur selten sehr heftig. Zentren der Erdbebengebiete liegen in der Kölner Bucht, der Schwäbischen Alb, im südlichen Rheingraben sowie in der Umgebung von Gera.

  • Gefahr durch Erdbeben

    Neben der Gefährdung von Menschenleben können Erdbeben enorme Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur verursachen. Häuser können stark beschädigt oder komplett zerstört werden, Straßen reißen auf und Hochspannungsmasten können umknicken.

    Die zeitliche und räumlich exakte Vorhersage von Erdbeben ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht möglich. Nur die Angabe von Wahrscheinlichkeiten für das Auftreten von Erdbeben in bestimmten Regionen ist darstellbar.

    Daher sind Präventionsmaßnahmen oder Maßnahmen zur Verhinderung von Erdbeben so gut wie nicht möglich.
  • Eigenschutz in erdbebengefährdeten Gebieten

    • Lassen Sie regelmäßig den Bauzustand Ihres Gebäudes überprüfen.
    • Bei Neubauten in erdbebengefährdeten Zonen achten Sie auf erdbebengerechtes Bauen mit dem Ziel möglichst viele Fluchtwege offen zu halten.
    • Verankern Sie schwere Möbel an der Wand und befestigen Sie Warmwasserspeicher.
    • Hängen Sie keine schweren Bilder oder Regale über Ihre Betten.
    • Legen Sie sichere Plätze in Ihrer Wohnung fest: Guten Schutz haben Sie in der Nähe von tragenden Wänden, unter Türstöcken, auch unter einem stabilen Tisch (Schutz vor herabfallenden Deckenteilen).
    • Verwahren Sie Taschenlampe, Batterieradio, wichtige Dokumente, lebensnotwendige Medikamente und Erste-Hilfe-Utensilien an sicherer Stelle.
    • Nach einem Erdbeben: Löschen Sie offene Feuer, schalten Sie den Strom mit dem Hauptschalter aus und schließen Sie die Haupthähne von Gas und Wasser.
    • Überprüfen Sie Ihr Gebäude auf Bauschäden. Bei Einsturzgefahr das Haus sofort verlassen.

Schaden durch Naturgefahren melden

Als Zurich Kunde können Sie uns den Schaden bequem telefonisch, per E-Mail oder online mitteilen.

 

Service-Telefon bei Schadenfällen 

Wichtige Links:

Über folgende Links erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Umgang mit Überschwemmungen und Elementarschäden:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) – die Informationen finden Sie auf der Webseite von bbk.bund.de

Unwetter- und Katastrophenwarn-APP des BKK (NINA) – die Information finden Sie auf der Webseite bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

Naturgefahren-Kompass des GDV zur eigenen Gefährdungsanalyse

Sturzflut - die unterschätzte Gefahr (PERC Bericht zu den Extremereignissen im Mai und Juni 2016)

Haus in Kiste

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