Überschwemmung

Schäden durch Sturmtiefs und Starkregen.

Unwetter

Unwetter

Überschwemmungen, Orkanschäden durch Sturmtiefs und immer häufiger stattfindende Starkregenereignisse verursachen Sachschäden im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Informieren Sie sich hier über mögliche Naturgefahren, wie Sie sich optimal vorbereiten und mit welchem Service wir Ihnen im Schadenfall zur Seite stehen.

  • Sturm

    Je nach Windstärke können Stürme große Schäden verursachen. Mit den richtigen Maßnahmen und dem passenden Zurich Versicherungsschutz können Sie sich jedoch vor Sturmschäden und den finanziellen Folgen schützen.

    Windgeschwindigkeiten bis 250 km/h

    Spurensuche im Spessart: Dicke Buchenstämme sind durchgebrochen. Überall liegen entwurzelte Fichten und aus dem Erdreich gerissene Steine. Eine fünf Kilometer lange, bis zu 300 Meter breite Schneise der Verwüstung zieht sich durch das Mittelgebirge. Was sich am 3. Januar 2018 einen Weg durch den Hochwald bahnte, war ein Tornado mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h. Ein gewaltiger Sturm. Es war riesiges Glück, dass er nicht über bewohntes Gebiet hinweg zog. Wer sich vor Augen führt, dass ein Wind mit 150 km/h einen ausgewachsenen Mann in die Höhe wirbeln kann – so wie es unter kontrollierten Bedingungen beim Indoor-Skydiving im Windkanal geschieht –, mag sich gar nicht ausmalen, was hätte passieren können …

    Tornados in Deutschland

    Wie häufig gibt’s den schon bei uns denken Sie vielleicht?“ Gar nicht so selten, würde Ihnen ein Meteorologe antworten. 2017 zählte man immerhin 300 dieser Wirbelstürme in Europa – die Dunkelziffer ist hoch. Und es muss wahrlich keine Mega-Windhose sein wie der Tornado, der am 10. Juli 1968 in Pforzheim mit über 300 km/h Windgeschwindigkeit 2.000 Dächer abdeckte. Auch kleinere Exemplare können große Schäden anrichten. Aber auch immer mehr „normale“ Sturm- und Orkanböen fegen über Deutschland. Kein Wunder, dass der Blick auf die Wetter-App und Push-Mitteilung mit Unwetterwarnungen auf dem Smartphone inzwischen fast schon zum Alltag gehören. Zugleich graben sich die Namen der großen deutschen Sturmtiefs in unser Gedächtnis ein: „Friederike“ (2018), „Kyrill“ (2007) oder „Wiebke“ (1990).

    Darum gibt es immer häufiger Stürme in Deutschland

    Stürme kennen wir eigentlich eher vom Herbst und Winter, verursacht durch dann höhere Temperaturunterschiede zwischen den subtropischen und den polaren Gebieten der Erde. Leider ist in dieser Hinsicht kein Verlass mehr auf unsere Jahreszeiten. In den vergangenen Jahren haben sich die Stürme immer weniger am Kalender orientiert. Was ist da los?
    Schnell wurde von manchen Experten und Medien der Klimawandel als Schuldiger identifiziert. Wetterexperten sind sich darüber jedoch noch uneinig. „Aus streng wissenschaftlicher Sicht ist nicht bewiesen, dass es sich um einen vom Menschen verursachten langfristigen Trend und nicht nur um eine vorübergehende Klimaphase handelt“, warnt Dr. Thomas Deutschländer vom Deutschen Wetterdienst vor voreiligen Schlüssen. „Dennoch erscheint es sinnvoll, sich schon heute auf eine Zukunft mit mehr Wetter- und Klimaextremen auch in Deutschland einzustellen.“

    Sturmschäden – worum kümmert sich welche Versicherung?

    Trotz aller Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen, Schäden lassen sich leider manchmal nicht ganz verhindern. Schutz vor den finanziellen Folgen bei Stürmen bieten unterschiedliche Policen der Zurich Versicherung.

    - Wird das Dach des eigenen Hauses abgedeckt, fällt ein Baum aus dem eigenen Garten auf die Garage oder das Gartenhaus, tritt die Wohngebäudeversicherung für die entstandenen Kosten ein. Alle Leistungen im Überblick finden Sie hier
    Voraussetzung: Der Sturm hat mindestens Windstärke acht erreicht. Auch der Mietausfall für eine vermietete Wohnung oder externe Lagerkosten für Möbel können eingeschlossen werden.

    - Wer auch bei Schäden durch andere Wetterereignisse wie Starkregen, Hochwasser, Schneedruck, Lawinen oder Erdbeben ruhig schlafen können möchte, sollte in seine Wohngebäudeversicherung unbedingt den Schutz vor Elementargefahren integrieren. Übrigens: Sollte wirklich einmal ein Schaden durch Naturgefahren eingetreten sein, können Sie diesen ganz schnell und einfach hier online melden

    - Werden Menschen oder das Eigentum anderer von herumfliegenden Gegenständen verletzt oder beschädigt, tritt die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung ein. Alle Leistungen im Überblick finden Sie hier.

    - Um Möbel und Elektronik in der Wohnung oder Fahrräder in der Garage abzusichern, benötigten Sie eine Hausratversicherung. Sinnvoll ergänzen lässt sie sich durch eine Glasversicherung. Sie übernimmt zum Beispiel die Kosten für ein Fenster, das durch herumfliegende Äste beschädigt wurde. Alle Leistungen im Überblick finden Sie hier.

    Schutzmaßnahmen vor dem Sturm

    Stürme über Deutschland sind kein Grund für eine Panik. Doch die wichtigsten Verhaltensregeln sollte jeder kennen und auch berücksichtigen. Dazu gehört, Hab und Gut frühzeitig in Sicherheit zu bringen, wenn Windböen angekündigt sind. Nehmen Sie dem Sturm sein Spielzeug und schließen Sie im Freien stehende Mülltonnen, Fahrräder und Gartenmöbel weg. Auch Blumentöpfe und andere bewegliche Gegenstände auf dem Balkon oder im Garten sollten Sie ihm nicht freiwillig überlassen. Und wohin damit? Am besten macht man sich schon in ruhigen Zeiten Gedanken, wie und wo diese Dinge vorübergehend einen sicheren Platz finden – in der Garage zum Beispiel.
    Auch das Auto parkt natürlich am besten in der Garage, auf keinen Fall aber draußen an einer Hauswand oder unter Bäumen. Bleiben noch die vom Wind so geliebten Dachziegel. Sie können am besten mit Sturmhaken befestigt werden. Nachträglich ist der Aufwand recht groß. Doch wer sein Hausdach irgendwann einmal neu decken lässt, sollte den Dachdecker nach dieser Vorsichtsmaßnahme fragen. Und wenn er schon auf dem Dach ist: Auch Kaminabdeckungen, Antennen und Satellitenschüsseln sollten regelmäßig auf ihre Stabilität geprüft werden.

    Schutz und Verhalten während des Sturms

    Bricht der Sturm los, hilft nur ab ins Haus – das gilt übrigens auch für Haustiere. Natürlich noch rechtzeitig Fenster und Türen schließen und unter Umständen sogar Rollläden oder Fensterläden. Wird’s ganz heftig, sollte man drinnen nicht am Fenster stehen bleiben. „Ab ins Haus“ gilt auch für alle, die im Freien von einem Sturm überrascht werden. In der Stadt kann das ein Hausdurchgang, eine öffentliche Immobilie oder eine U-Bahn-Station sein. Vielleicht nimmt Sie auch ein netter Mitmensch kurzzeitig bei sich auf. Fragen Sie einfach mal und schildern Sie Ihre Situation. Auf dem Weg in die sicheren vier Wände sollten Schutzsuchende am besten nahe an Häuserwänden entlanggehen und immer nach oben schauen, ob herunterfallende Äste eines Baumes gefährlich werden können oder sich eventuell Dachziegel gelöst haben. Einen kritischen Blick und am besten einen Umweg haben auch Baugerüste, Baustellen oder baufällige Gebäude verdient. Parks, Wälder und baumreiche Straßen – Sie ahnen es – sollten Sie ebenfalls meiden.

    Keine Angst vor Sturm

    Auch in Zukunft werden hierzulande immer wieder Stürme auftreten – vielleicht sogar noch häufiger als in den vergangenen Jahren. Das sollte kein Grund zur Panik sein. Im Gegenteil: Es gilt, sich auf die stürmischen Zeiten gut vorzubereiten, um Sturmtiefs fortan sorgloser an sich vorbeiziehen zu lassen.

    Wenn ein Wind mit mindestens 63 Km/Stunde bläst, gilt er als Sturm (Windstärke 8 nach Beaufort-Skala). Heftige Stürme beschränken sich heute nicht mehr nur auf die Küstenregionen sondern ziehen sehr oft auch weit in das Landesinnere.

    Stürme in Deutschland

    Die Stürme „Kyrill“ (2007), „Xynthia“ (2010) und „Andreas“ (2013) haben in der Vergangenheit in vielen Regionen in Deutschland gewütet und Schäden in Milliardenhöhe verursacht. Dächer wurden abgedeckt, Fassaden beschädigt und Bäume auf Fahrzeuge durch entwurzelte Bäume zerstört.

    Aufgrund von Klimaerwärmung und den damit verbundenen Klimaänderungen geht sowohl Zurich als auch der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) davon aus, dass die Anzahl der Sturmereignisse in Zukunft stark zunehmen wird.

    Sturmschäden verhindern oder minimieren

    • Lassen sie regelmäßig die Dacheindeckungen und –befestigungselemente Ihres Wohn- oder Geschäftsgebäudes durch einen Dachdecker überprüfen und lassen Sie beschädigte Elemente austauschen.
    • Halten Sie Ersatzdachpfannen und Folien vor, um im Schadenfall eine rasche Reparatur bzw. sofortige Notmaßnahme zu ermöglichen Schäden durch Bäume können durch entsprechende gärtnerische Maßnahmen verhindert werden.
    • Lose verlegte Dachziegel können durch eine Vielzahl von Dachklammern zusätzlich gesichert werden.
    • Schützen Sie Rand- und Eckbereiche von Flachdächern gegen Sturmeinwirkungen durch spezielle Dachklammern.
    • Kontrollieren Sie regelmäßig Elemente der Fassadenverkleidungen auf Alterungs- und Korrosionsschäden und setzen Sie beschädigte Elemente instand.
    • Bringen Sie Ihr KFZ bei drohendem Sturm in eine Garage oder einen überdachten Carport oder stellen Sie es so ab, dass möglichst keine umstürzenden Bäume Ihr Auto beschädigen können.
  • Hagel

    Unwetter und Hagelstürme wie der Hagelsturm „Andreas“ 2013 sorgen durch Hagelschläge mit Hagelkörnern, die teilweise größer als Tennisbälle sind, für große Schäden an Gebäuden und Kraftfahrzeugen.

    Wie können Sie Hagelschäden verhindern oder minimieren?

    Wie können Sie Hagelschäden verhindern oder minimieren?

    • Oberlichter können durch Schutzgitter gesichert werden.
    • Schützen Sie Solarthermie- und Photovoltaikanlagen durch hagelresistente Schutzgläser.
    • Lassen sie regelmäßig die Dacheindeckungen und –befestigungselemente Ihres Wohn- oder Geschäftsgebäudes durch einen Dachdecker überprüfen und lassen Sie beschädigte Elemente austauschen.
    • Beseitigen Sie Abläufe und Dachrinnen regelmäßig von Schmutz und Verstopfungen.
    • Bei drohenden Unwettern ziehen Sie Beschattungseinrichtungen wie z. B. Markisen ein.
    • Ziehen Sie Fenster- und Türenrolladen nach oben. Fensterglas ist deutlich stabiler als Rollladen.
    • Stellen Sie Ihr Fahrzeug bei drohendem Unwetter oder bei Hagelwarnung in eine Garage oder einen überdachten Carport.
    • Schützen Sie Ihr Fahrzeug durch Hagelnetze.
  • Hochwasser

    Starke Regengüsse oder Dauerregen können schnell zu einem Pegelanstieg der Flüsse führen. Als Folge davon kommt es möglicherweise in weiten Teilen der betroffenen Regionen zu überschwemmten Straßen und vollgelaufenen Kellern. Hier erfahren Sie, wie Sie sich bei Hochwasser oder Überschwemmungen verhalten sollten.

    Überschwemmungsschäden verhindern oder minimieren

    • Erhöhen Sie evtl. vorhandene Licht- und Kellerschächte um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
    • Sichern Sie Keller- oder ebenerdige Fenster durch selbstabdichtende Scheiben.
    • Dichten Sie bei drohenden Überschwemmungen Gebäudeöffnungen durch ausreichend Sandsäcke ab.
    • Sichern Sie Ihr Gebäude durch selbstständig schließende Tore, Türen und Toreinfahrten.
    • Stehen Waschmaschinen, Trockner oder technische Anlagen Ihres Betriebes wie z. B. Server im Keller, stellen Sie diese auf eine erhöhte Plattform oder ein Podest.
    • Lagern Sie Sachen im Untergeschoss lagern Sie diese auf erhöhten Regalböden.
    • Wenn möglich verlegen Sie wertvolle Güter (monetäre als auch emotionale) aus dem Gefahrenbereich.
    • Sichern Sie Türen, Fenster und Tiefgarageneinfahrten durch mobile Schutzsysteme z. B. Dammbalkensysteme.
    • Sichern Sie evtl. vorhandene Heizöltanks vor Aufschwimmen. Sichern Sie Abflussrohre mit nachrüstbaren Rückstausicherungen oder Hebeanlagen.
    • Fahren Sie Ihr Kraftfahrzeug rechtzeitig aus der Gefahrenzone.

    Bei einer Hochwasserwarnung

    • Erstellen Sie eine Liste mit wichtigen Telefonnummern und Adressen, zum Beispiel von Rettungsdiensten und Angehörigen
    • Laden Sie den Akku Ihres Handys auf. Halten Sie es zusammen mit anderen batteriebetriebenen Geräten wie zum Beispiel Taschenlampe oder Radio bereit
    • Denken Sie daran, wichtige Medikamente und Lebensmittel griffbereit zu haben
    • Warnen und evakuieren Sie hilfsbedürftige oder kranke Personen, möglicherweise auch Tiere
    • Versuchen Sie, den möglichen Schaden in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung zu begrenzen, indem Sie den Strom in gefährdeten Räumen und Bereichen abschalten
    • Sorgen Sie dafür, dass Wertgegenstände und wichtige Dokumente wie zum Beispiel Ausweispapiere, Geburtsurkunde, Krankenversicherungskarte, Kaufverträge und Versicherungsunterlagen griffbereit sind
    • Dichten Sie Türen, Fenster und weitere gefährdete Gebäudeöffnungen ab, so dass möglichst wenig Wasser eintreten kann
    • Fahren Sie Ihr Auto aus der Gefahrenzone
    • Räumen Sie die Tiefgarage
    • Sichern Sie den Heizöltank
    • Planen Sie eine „Ersatz-Toilette“

    Nach der Überschwemmung

    • Melden Sie den Schaden möglichst umgehend bei Ihrer Versicherung
    • Dokumentieren Sie die Schäden so umfassend wie möglich – am besten per Foto – und markieren Sie den erreichten Wasserstand in den betroffenen Räumen
    • Lassen Sie von der Überschwemmung beschädigte elektrische Geräte und Anlagen von einem Spezialisten untersuchen, bevor Sie diese wieder in Betrieb nehmen
    • Überprüfen Sie Heizöltanks
    • Verständigen Sie die Feuerwehr, falls Schadstoffe (zum Beispiel Öl oder Farben) ausgelaufen sind. Vermeiden Sie es, zu rauchen
    • Bewahren Sie zerstörte Gegenstände auf und entsorgen Sie diese erst nach Rücksprache mit Ihrem Versicherer
    • Grenzen Sie den Schaden in Abstimmung mit Ihrem Versicherer ein. Er berät Sie, wie das Wasser am effektivsten abgepumpt und das Gebäude am besten zu reinigen und zu trocknen ist
    • Lassen Sie Reparaturen direkt in Abstimmung mit Ihrem Versicherer von einer Fachfirma durchführen

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