Zahlentürschloss

Alle 4 Minuten wird in Deutschland eingebrochen.

Einbruchschutz

Einbruchschutz

Alle vier Minuten wird in Deutschlands Häuser oder Wohnungen eingebrochen. Das ist laut polizeilicher Kriminalstatistik ein neuer Rekordwert. Und immer häufiger verschaffen sich Einbrecher tagsüber ungewünscht Zutritt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Hab und Gut schützen können und worauf Sie bei einem Einbruch achten sollten.

  • Haus und Wohnung sichern

    Fast 40% der Einbrüche scheitern an Sicherheitsvorkehrungen. Die wenigsten Einbrecher sind Profis. Zusatzschlösser, Fenstergitter usw. schrecken sie ab. Empfehlenswert ist vor allem eine sinnvolle Kombination aus mechanischer und elektronischer Sicherung. Hier erfahren Sie, wie Sie Schwachstellen in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung erkennen und beseitigen.

    Beliebte Einstiegswege

    Nach einer Untersuchung des Polizeipräsidiums Köln benutzen Einbrecher folgende Wege:

    Bei Einfamilienhäusern:

    • 48% Fenstertüren
    • 32% Fenster
    • 12% Haustüren
    • 7% Kellerbereich

    Bei Mehrfamilienhäusern:

    • 47% Wohnungstüren
    • 31% Fenstertüren
    • 21% Fenster

    Türen sichern

    Die Haustür ist für jeden Einbrecher eine potenzielle Angriffsstelle. Vor allen Dingen dann, wenn sie nicht ausreichend gesichert ist. Die folgende Checkliste hilft Ihnen, das Richtige zu tun.

    • Neu- und Umbauten: Geprüfte, einbruchhemmende Türen wie zum Beispiel nach DIN EN 1627 der Widerstandsklasse 2 bieten einen guten Schutz vor Einbrüchen. Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag bilden eine Gesamtkonstruktion "aus einem Guss"
    • Nachrüstung: Wird nachgerüstet, kann man den Einbruchschutz deutlich verbessern. Vorausgesetzt Türblätter, Türrahmen, Türbänder, Türschlösser, Beschläge, Schließbleche sind sinnvoll aufeinander abgestimmt
    • Einsteckschlösser mit Profilzylindern: Zu empfehlen sind einbruchhemmende Einsteckschlösser nach DIN 18251 ab Widerstandsklasse 4. Schlösser mit Mehrfachverriegelung sind ab Klasse 3 zu empfehlen. In diese sollten Profilzylinder nach DIN 18252 der Widerstandsklasse 1, besser 2, mit Bohrschutz eingebaut werden
    • Schutzbeschläge: Notwendig ist die Montage eines Schutzbeschlags nach DIN 18257 ab Klasse ES 1. Am besten mit zusätzlicher Zylinderabdeckung. Ohne Zylinderabdeckung muss der Profilzylinder mit dem Schutzbeschlag außen bündig abschließen und mit einem "Ziehschutz" ausgerüstet sein
    • Türrahmen, Schließbleche, Türblätter: Türrahmen (Zargen) müssen stabil mit dem Mauerwerk verbunden sein. Spezielle Bändersicherungen schützen vor einem Aufhebeln im Schlossbereich. Schwache Türblätter sind zu verstärken bzw. gegen massive Türblätter auszutauschen 
    • Zusatzschlösser und Türspaltsperren: Ein Zusatzschloss mit Sperrbügel verhindert, dass die spaltbreit geöffnete Tür aufgestoßen werden kann
    • Mehrfachverriegelung: Die fachgerecht montierte Mehrfachverriegelung, zum Beispiel mit Hakenriegel erhöht den Widerstandswert einer Tür
    • Querriegelschlösser: Mit einem Querriegelschloss sind Türen gut zu sichern. Wichtig ist, dass die Schließkästen im Mauerwerk fest verankert sind
    • Türspion und Beleuchtung: Zu empfehlen ist, in die Haus- oder Wohnungstür einen Weitwinkel-Spion (mindestens 180°-Winkel) einzubauen. Die Bereiche vor der Tür und der Zugangsweg sollten ausreichend beleuchtet sein, möglicherweise mit einem Bewegungsmelder

    Quelle: Programm polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

    Fenster und Fenstertüren sichern

    Fenster und Fenstertüren (zum Beispiel auf Terrassen und Balkonen) sind in Einfamilienhäusern eine der größten Schwachstellen. Die folgende Checkliste gibt Ihnen wichtige Tipps.

    • Neu- und Umbauten: Geprüfte, einbruchhemmende Türen wie zum Beispiel nach DIN EN 1627 der Widerstandsklasse 2 bieten einen guten Schutz vor Einbrüchen. In der Gesamtkonstruktion Rahmen, Beschlag, Verglasung gibt es keine Schwachpunkte
    • Nachrüstung: Wird nachgerüstet, ist es möglich, den Einbruchschutz deutlich zu verbessern
    • Aufschraubbare Nachrüstsicherung: Fast immer ist eine Nachrüstung mit geprüften Zusatzsicherungen nach DIN 18104 Teil 1 möglich: zum Beispiel Zusatzkasten-, Fensterstangenschlösser und Bändersicherungen
    • Fensterbeschläge: Zu empfehlen sind geprüfte, einbruchhemmende Fensterbeschläge nach DIN 18104 Teil 2 verbunden mit abschließbaren Fenstergriffen. Beachten Sie bitte: Abschließbare Fenstergriffe bieten keinen Schutz gegen das Aufhebeln der Fensterflügel. Sie sollten in Verbindung mit einem einbruchhemmenden Fensterbeschlag verwendet werden
    • Fenstergläser und Fenstergitter: Sinnvoll sind einbruchhemmende Verbundsicherheitsgläser nach DIN EN 356 ab der Widerstandsklasse P 4 A. Häufig gekippte Fenster sind mit einem Fenstergitter zu sichern – zum Beispiel mit geprüften einbruchhemmenden Gittern nach DIN EN 1627 ab der Widerstandsklasse 2
    • Rollläden: Die üblichen Rollläden reichen nicht aus. Sie sind nicht einbruchhemmend. Gegen das Hochschieben sind sie mit einem mechanischen Zusatz zu sichern. Möglich sind einbruchhemmende Rollläden nach DIN EN 1627 mit mindestens Widerstandsklasse 2
    • Kellerfenster und Kellerlichtschächte: Sichern Sie betonierte Kellerlichtschächte mit geprüften einbruchhemmenden Gitterrosten nach DIN EN 1627, Widerstandsklasse 2. Möglich sind auch Rollenrostsicherungen oder Elemente aus stahlarmierten Glasbetonbausteinen. Zumindest sollten die Gitterroste mit speziellen Abhebesicherungen ausgestattet sein

    Quelle: Programm polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

    Zurich Tipp

    Lassen Sie Ein- bzw. Umbauten unbedingt durch einen Fachmann vornehmen.

    Informieren Sie sich dazu bei einer polizeilichen Beratungsstelle.

    Die nächstgelegene Beratungsstelle finden Sie unter:

    http://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/beratungsstellensuche/

    Alarmanlage installieren

    Eine Alarmanlage verhindert keinen Einbruch, sie meldet ihn und kann Einbrecher abschrecken, sodass es gar nicht erst zu einem Einbruch kommt.

    Fachleute sprechen – je nach zugedachter Aufgabe – von Überfall- oder Einbruchmeldeanlage (ÜMA / EMA). Für ÜMA und EMA gibt es Normen und Richtlinien, die es zu beachten gilt. Alarmanlagen sind in einzelne Klassen bzw. Grade eingeteilt.

    Auf welche Punkte Sie außerdem noch achten sollten, zeigt die folgende Checkliste:

    • Lassen Sie sich von einer polizeilichen Beratungsstelle einen Adressnachweis mit geeigneten, seriösen Fachbetrieben geben Planen und installieren Sie die Alarmanlage so, dass bei einem Einbruchversuch der Alarm ausgelöst wird, bevor Einbrecher die mechanischen Sicherungseinrichtungen überwunden haben
    • Die Alarmanlage sollte nur dann scharf geschaltet werden können, wenn sie in allen Teilen funktionsfähig ist
    • Stellen Sie möglichst sicher, dass sobald ein Alarm ausgelöst ist, ein sogenannter "Fernalarm", zum Beispiel an ein Wach- und Sicherheitsunternehmen, weitergeleitet wird
    • Lassen Sie sich von dem mit der Installation beauftragten qualifizierten Spezialunternehmen ein detailliertes Angebot bzw. eine genaue Auftragsbeschreibung erstellen: Auflistung der einzelnen Geräte inkl. genauer Beschreibungen was, wie, womit, warum überwacht wird
    • Lassen Sie sich vor der Auftragsvergabe bestätigen, dass Planung, Geräteauswahl, Installation und Instandhaltung der Alarmanlage die Normenreihen DIN EN 50130, 50131, 50136 und DIN VDE 0833, Teile 1 und 3 in der jeweils neuesten Fassung berücksichtigt
    • Achten Sie darauf, dass nur Geräte eingesetzt werden, die von einer nach DIN EN 45011 akkreditierten Stelle geprüft sind und eine Prüfnummer besitzen
    • Vereinbaren Sie, dass Ihnen nach Abschluss der Installationsarbeiten detaillierte Verlege-, Verdrahtungs-, Anschluss- und Verteilerpläne übergeben werden
    • Lassen Sie sich ausführlich erklären, wie die Anlage zu bedienen ist
    • Stellen Sie sicher, dass die Alarmanlage regelmäßig von einem qualifizierten Unternehmen gewartet wird

    Zurich Tipp

    Sprechen Sie mit einer polizeilichen Beratungsstelle, Fachkräften oder Ihrem Zurich Versicherungspartner. Informieren Sie sich über die für Ihre Alarmanlage erforderliche Klasse bzw. den Grad. Voraussetzung für die optimale Funktion Ihrer Alarmanlage ist die Installation durch eine fachlich qualifizierte Firma.
    Mit der Firma ABUS hat Zurich eine Kooperation vereinbart. Beim Kauf einer ABUS Secvest Funkalarmanlage erhalten Zurich Versicherungskunden des Bündelprodukts MultiPlus besonders günstige Konditionen. Dieses System bietet im Ernstfall Sicherheit, indem bei Einbruch, Feuer und Wasserschäden Alarm ausgelöst wird. Weitere Infos dazu finden Sie hier:
  • Staatliche Förderung

    In 2017 stellt der Bund 50 Mio. EUR als Fördermittel bzw. Zuschüsse für den Einbruchschutz zur Verfügung. Private Eigentümer und Mieter können die Mittel über die KfW-Bankengruppe beantragen. Auch Bundesländer, Städte und Kreisverwaltungen bieten Fördermittel an.

    KfW-Förderprodukte Einbruchschutz als Einzelmaßnahme

    Was wird gefördert?

    Einbau

    • einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren nach DIN EN 1627 oder besser
    • von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren (z. B. Türzusatzschlösser, Querriegelschlösser mit/ohne Sperrbügel)
    • von Nachrüstsystemen für Fenster, Balkon- und Terrassentüren (z. B. aufschraubbare Fensterstangenschlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Bandseitenssicherungen, Pilzkopfverriegelungen)
    • einbruchhemmender Gitter und Rollläden
    • von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen (z. B. Kamerasysteme, Panikschalter, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser)
    • von Türspionen

    Baugebundene Assistenzsysteme, z.B.

    • Gegensprechanlagen
    • Bild-Gegensprechanlagen
    • Bewegungsmelder
    • Beleuchtung
    • baugebundene Not- und Rufsysteme

    Alle Maßnahmen zum Einbruchschutz sind durch spezialisierte Fachunternehmen auszuführen. Sie müssen den Anforderungen und jeweiligen Widerstandsklassen, DIN- oder VDE-Vorschriften entsprechen. Weitere Infos erhalten Sie unter www.kfw.de/einbruchschutz

    Wie wird gefördert?

    • Zinsgünstige Kredite für alle Antragsteller
    • Investitionszuschuss für Privatpersonen
    • Weitere Einzelheiten rund um das Thema Fördermöglichkeiten finden Sie unter www.kfw.de/zuschussportal

    Voraussetzungen

    • Der Antrag auf Förderung wird über das KfW-Zuschussportal gestellt, bevor mit den Maßnahmen begonnen wird.
    • Die Maßnahmen werden durch ein Fachunternehmen des Handwerks ausgeführt.

    Energieeffizientes Sanieren und altersgerechtes Umbauen

    Über das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ ist es möglich, in Maßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch zu investieren. Vorausgesetzt, diese Maßnahmen werden bei einer energetischen Sanierung zusätzlich vorgenommen.

    Das Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ fördert Maßnahmen zum Einbruchschutz als Einzelmaßnahme und in Kombination mit Barriere reduzierenden Maßnahmen.

     

    Was wird gefördert?

    • Barrierefreier oder barrierearmer Umbau und/oder energieeffiziente Sanierung einer Immobilie.
    • Zusätzliche Maßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch, wenn diese unmittelbar zusammenhängen mit einer energetischen Sanierung, oder in Kombination stehen mit Barriere reduzierenden Maßnahmen über das Programm „Altersgerecht Umbauen – Kredit/Zuschuss (Nr. 159/455)“. Zum Beispiel:
      • Einbau/Austausch von Fenstern, Fenstertüren sowie Haus- und Wohnungstüren
      • Nachrüstung einbruchhemmender Produkte, wie z. B. selbstverriegelnde Mehrfachverriegelungen und Zusatzschlösser
      • Einbau von Rollläden, Fenstergittern und Gegensprechanlagen
      • Installation von Alarm- und Einbruchmeldeanlagen
      • Elektronische Antriebssysteme für Rollläden und selbstverriegelnde Türen
      • Nachrüstung einbruchhemmender Produkte, wie z. B. selbstverriegelnde Mehr-fachverriegelungen und Zusatzschlösser

    Wer ist förderberechtigt?

    • Privatpersonen (auch Mieter), unabhängig vom Alter der Antragsteller
    • Wohnungseigentümer-Gemeinschaften
    • Wohnungsunternehmen/-genossenschaften
    • Ersterwerber von barrierefrei oder barrierearm umgebauten und/oder energieeffizient saniertem Wohnraum
    • Bauträger

    Wie wird gefördert?

    • Zinsgünstige Kredite für alle Antragsteller
    • Investitionszuschuss für Privatpersonen
    • Weitere Einzelheiten rund um das Thema Fördermöglichkeiten finden Sie unter www.kfw.de/zuschussportal

    Voraussetzungen

    • Der Antrag auf Förderung wird über das KfW-Zuschussportal gestellt, bevor mit den Maßnahmen begonnen wird.
    • Die Maßnahmen werden durch ein Fachunternehmen des Handwerks ausgeführt.

    Förderprodukte im Auftrag von Landesregierungen und Kommunen

    Es gibt weitere interessante Förderaspekte bei Maßnahmen des Einbruchschutzes im Zusammenhang mit verschiedenen Förderprodukten wie „Energieeffizient Sanieren“, „Altersgerecht Umbauen“ oder „Wohnraumförderung“.

    Baden-Württemberg

    • Landeswohnraumförderungsprogramm – Förderung selbstgenutzten Wohneigentums
    • Landeswohnraumförderungsprogramm – Mietwohnraumförderung
    • Landeswohnraumförderungsprogramm – Modernisierungsförderung für Wohnungseigentümergemeinschaften

    Bayern

    • Bayerisches Modernisierungsprogramm (BayModR)

    Bremen

    • Rund ums Haus: für ein klimafreundliches, altersgerechtes und sicheres Wohnen

    Berlin

    • IBB Altersgerecht wohnen

    Hamburg

    • Barrierefreier Umbau von Mietwohnungen
    • Barrierefreier Umbau von selbstgenutztem Wohneigentum

    Hessen

    • Soziale Wohnraumförderung

    Mecklenburg-Vorpommern

    • Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen und selbst genutztem Wohneigentum (Modernisierungsrichtlinien – ModRL)

    Niedersachsen

    • Wohnraumförderung – Förderung von selbst genutztem Wohneigentum

    Nordrhein-Westfalen

    • Förderung von investiven Maßnahmen im Bestand (RL BestandsInvest)

    Sachsen

    • Mehrgenerationenwohnen
    • RL Wohnraumförderung

    Thüringen

    • Modernisierung und Instandsetzung von Mietwohnungen (ThürModR-Mietwohnungen)

    Städte und Gemeinden

    Auch auf kommunaler Ebene werden vereinzelt Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruchschutz gefördert. Informationen erhalten Sie im Internet unter www.k-einbruch.de/foerderung Kommunale Förderprogramme können Sie bei der jeweiligen Stadt- und Kreisverwaltung erfragen.

    Finanzanreize außerhalb der Förderprogramme

    Finanzanreize außerhalb der Förderprogramme

    Der Anteil der Arbeitskosten handwerklicher Leistungen bei Investitionen in Sicherheitstechnik kann unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. nach § 35a EStG, steuermindernd berücksichtigt werden. Vorausgesetzt, die Handwerkerleistungen wurden nicht bereits über ein KfW-Programm gefördert.

    Download

    Laden Sie sich hier die Checkliste herunter.
  • Tipps zur Vorbeugung

    Schützen Sie Ihr Eigentum

    Schon ein offenes Fenster oder eine nicht abgeschlossene Haustüre erleichtern professionellen Einbrechern den Einstieg. Diese zehn einfachen Tipps können Ihnen wirkungsvoll helfen, Einbrüchen vorzubeugen:

    • Türen und Fenster verschließen: Schließen Sie Ihre Haus- bzw. Wohnungstüre ab, wenn Sie das Haus oder Ihre Wohnung verlassen. Schließen Sie alle Fenster, Balkon- und Terrassentüren.
    • Schlüssel sicher aufbewahren: Verstecken Sie niemals Ihren Schlüssel außerhalb Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses. Deponieren Sie einen Ersatzschlüssel besser bei Nachbarn oder Freunden und Verwandten.
    • Schlüssel nicht sichtbar im Schloss stecken lassen: Lassen Sie bei einer Türe mit Glaselementen den Schlüssel nicht von innen im Schloss stecken.
    • Bei Schlüsselverlust das Schloss austauschen: Wechseln Sie den Schließzylinder sofort aus, wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben.
    • Rollläden schließen: Halten Sie Rollläden nachts geschlossen. Wenn möglich nicht tagsüber.
    • Auf Fremde achten: Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.
    • Wertsachen sicher verstauen: Lassen Sie Wertsachen nicht offen herumliegen. Bewahren Sie sie an einem sicheren Ort auf.
    • Fremden die Tür nur mit Vorsicht öffnen: Öffnen Sie beim Klingeln nicht bedenkenlos die Türe. Nutzen Sie Türspion und Sperrbügel. Zeigen Sie Fremden gegenüber ein gesundes Misstrauen.
    • Betreuung bei Abwesenheit: Lassen Sie Ihre Wohnung bzw. Ihr Haus bei längerer Abwesenheit von Nachbarn betreuen. Es muss ein bewohnter Eindruck erweckt werden. Der Briefkasten sollte zum Beispiel täglich geleert, die Rollläden bewegt, abends die Beleuchtung eingeschaltet werden.
    • Handy und Notrufnummern griffbereit halten: Achten Sie darauf, dass Ihr Handy (vor allem nachts) in greifbarer Nähe bereit liegt. Am besten mit gespeicherter Notrufnummer 112 (europäisch einheitlich) und direkter Durchwahl zur nächsten Polizeistation.

    Gefahren durch Facebook, Twitter & Co

    Vermeiden Sie leichtsinnige Statusmeldungen zu Ihrem aktuellen Aufenthaltsort oder genauem Abwesenheitszeitraum auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien. Warnen Sie auch Ihre Kinder. Mit solchen Meldungen haben Einbrecher nicht nur ein leichtes Spiel. Sie verletzen auch Ihre Vorsorgepflicht in Sachen Versicherungsschutz. Wenn es in der Folge zu einem Einbruch kommt, kann der Versicherer die Leistung aufgrund grober Fahrlässigkeit kürzen oder sogar ganz verweigern.

  • Nach einem Einbruch

    Niemand möchte es gerne erleben. Um vorbereitet zu sein, sollten Sie die Situation gedanklich durchspielen: Sie kommen nach Hause und in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ist eingebrochen worden. In diesem Fall gibt es einige Dinge, die zu beachten sind.


    • Die Wohnung beziehungsweise das Haus nicht betreten oder so schnell wie möglich wieder verlassen! Der oder die Täter könnten sich noch in einem Raum aufhalten. Falls nicht, verwischen Sie vielleicht Spuren, die der Polizei wichtige Erkenntnisse liefern
    • Beim Verdacht auf einen Einbruch sofort die Polizei verständigen. Wählen Sie die Notrufnummer 110 oder rufen Sie die nächste Polizeistation an
    • Beobachten Sie das Haus aus einem sicheren Abstand, bis die Polizei eintrifft. Falls unbekannte Personen heraus kommen, notieren Sie Aussehen, Kleidung, Fluchtrichtung und ggf. Angaben zum Fluchtfahrzeug (Autokennzeichen, Fahrzeugtyp und -farbe) sowie alle Auffälligkeiten
    • Gestohlene Kreditkarten, EC-Karten, Sparbücher und Handynummern sofort sperren lassen
    • Auch nach dem Ende der polizeilichen Untersuchung gilt: Bewahren Sie beschädigte Gegenstände auf, bis die Schadenersatzansprüche geklärt sind
    • Erstellen Sie eine Liste der gestohlenen, beschädigten und zerstörten Gegenstände für Polizei und Versicherung. Ergänzen Sie diese möglichst genau mit Kaufpreis, Anschaffungsjahr und aktuellem Wiederbeschaffungswert
    • Informieren Sie schnellstmöglich Ihre Hausratversicherung

    Übrigens: Die Opferhilfe-Organisation "Weißer Ring" kümmert sich unter anderem auch um Personen, die durch einen Einbruch in eine rechtliche oder seelische Notlage geraten sind. Informationen erteilt jede Polizeidienststelle.

  • Versicherungsschutz überprüfen

    Kommt es zu einem Einbruch-Diebstahl, werden Sie von der Hausratversicherung entschädigt. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die abgeschlossene Versicherungssumme noch ausreicht oder ob sie an den aktuellen Wert Ihres Hausrats anzupassen ist. Nur dann können Sie Ihren entstandenen Schaden voll ersetzt bekommen.

    Wertgegenstände dokumentieren

    Führen Sie eine Liste über die vorhandenen Wertgegenstände. So haben Sie jederzeit einen Überblick über Ihre Wertsachen parat. Bewahren Sie Kaufbelege, Quittungen und Garantiescheine auf.

    Ebenfalls von Vorteil ist es, wertvollen Familienschmuck farbig zu fotografieren und der Wertsachenliste hinzuzufügen.

    Die Hausratversicherung leistet grundsätzlich auch dann bis zu einem definierten Betrag, wenn Bargeld, Wertpapiere oder Sparbücher entwendet werden – sogar dann, wenn diese Wertsachen nicht unter Verschluss aufbewahrt wurden.

Gelegenheit macht Risiko

Laden Sie sich hier das Interview mit Bernd Engelien, Leiter Kommunikation / Pressesprecher bei Zurich in Deutschland, herunter.

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