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Nachhaltige Fonds

Der Markt für Nachhaltigkeitsfonds wächst stark in jüngster Vergangenheit. Immer mehr Anleger achten nicht nur beim Konsum auf Bioprodukte, stromsparende Geräte, Verzicht auf Kinderarbeit und fair gehandelte Waren. Auch bei der Geldanlage spielen ethische, ökologische und soziale Kriterien eine größere Rolle. Nachhaltige Fonds können eine alternative Lösung sein, ohne auf Rendite verzichten zu müssen.

Von nachhaltigen Aktienfonds bis zu Mikrofinanzfonds

 

Anleger können im deutschsprachigen Raum unter zirka 500 Fonds wählen, die sich in der einen oder anderen Form der Nachhaltigkeit verschrieben haben – sei es, dass sie ökologisch sinnvolle Branchen unterstützen, in Unternehmen investieren, die sich sozial engagieren, für Menschenrechte einsetzen oder beispielsweise den Handel mit Rüstung oder Waffen ausschließen.

Diese Fonds bilden die gesamte Palette für Investments ab. Neben nachhaltigen Aktienfonds und Rentenfonds gibt es nachhaltige Mischfonds, börsennotierte Indexfonds (ETFs), Wandelanleihenfonds und sogar offene Immobilienfonds.

Eine Besonderheit sind Mikrofinanzfonds. Sie geben zumeist in den Entwicklungsländern Kleinkredite an Menschen, die sich selbstständig machen wollen. In vielen armen Ländern reicht dazu zum Beispiel bereits der Kauf einer Nähmaschine, damit eine Schneiderin ihr eigenes Geld verdienen kann. Durch die seriösen Mikrofinanzfonds entkommen die Selbstständigen zudem den „Kredithaien“, die in diesen Ländern oft das Geschäft bestimmen und die Kreditnehmer mit exorbitant hohen Zinsen von sich abhängig machen.

Entwicklung nachhaltiger Investmentfonds in Deutschland

 

Wie groß der Markt für nachhaltige Investmentfonds tatsächlich ist, ist schwer zu sagen. Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) sowie das Sustainable Business Institute (SBI) erheben regelmäßig Zahlen.

Durch die unterschiedlichen Definitionen der Nachhaltigkeit, werden mal Finanzprodukte von Fondsgesellschaften hinzugezählt, mal nicht. Grob gesagt sind in Deutschland bereits heute zwischen 126 Milliarden Euro und 170 Milliarden Euro in nachhaltigen Publikumsfonds angelegt.

Angesichts der lang anhaltenden Niedrigzinsphase sind Fonds auch eine attraktive Möglichkeit der Altersvorsorge z.B. mittels einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Nachhaltigkeitsfonds spielen auch hier eine Rolle, denn ein breit aufgestelltes Portfolio ist für die Anlagestrategie durchaus ratsam, um Risiken zu minimieren. Wie die Anlage in einer fondsgebundenen Rentenversicherung funktioniert und welche Optionen Anleger haben, erfahren Sie hier.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Doch was bedeutet Nachhaltigkeit? Die Auswahl der Aktien in den Fonds erfolgt in der Regel anhand der sogenannten ESG-Kriterien. Dabei werden Unternehmen aufgenommen, die Umweltschutz (Environmental), soziale Aspekte (Social) und eine ethische Unternehmensführung (Governance) nachweislich in ihrem Geschäftsmodell und in der täglichen Arbeit befolgen.

Fast alle Fonds schließen bestimmte Themen und Branchen aus dem Anlagefokus aus. So werden Hersteller von Streumunition und Waffen ebenso aussortiert wie Unternehmen die ihr Geld mit Pornografie, Tabak, Glücksspiel, Atomkraft oder Tierversuchen verdienen.

Auch Länder und Unternehmen, die in Verdacht stehen, Kinderarbeit zu fördern und ihre Arbeiter ausbeuten, finden sich auf der Liste der No-Go-Kriterien.

 

Best-in-Class-Ansatz: die besten Unternehmen einer Branche

 

Zusätzlich zu diesen Ausschlusskriterien arbeiten viele Fondsgesellschaften nach dem Best-in-Class-Ansatz.

Deren Nachhaltigkeitsfonds dürfen in Firmen investieren, die in ihrer Branche zu den Besten in Sachen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung gehören. Das bedeutet aber auch, dass sich nicht nur ESG-Musterknaben in den Portfolios befinden.

Manche Firmen machen einfach nur weniger Dreck als die Konkurrenz. Aktuell etwa fliegen viele Firmen aus den Portfolios großer institutioneller Anleger, die übermäßig viel CO2 freisetzen oder im Kohleabbau aktiv sind.

 

Kriterien für Nachhaltigkeit

 

Anleger müssen selber entscheiden, welche Nachhaltigkeitskriterien ihnen wichtig sind und Investmentfonds daraufhin abklopfen.

Das soll in Zukunft noch einfacher werden. Die Europäische Union plant, dass Finanzunternehmen künftig offenlegen müssen, wie sie Umwelt, Soziales und Governance (ESG) bei ihren Investitionsentscheidungen berücksichtigen.

Damit soll der Umbau der Finanzwirtschaft hin zu mehr Verantwortung vorangebracht werden. Denn die Investmentfonds haben als Großaktionäre ein gewaltiges Gewicht. Senken sie den Daumen über einer Firma, steigen oft auch Privatanleger und andere Fonds aus.

Für die betroffenen Unternehmen wird es schwieriger, sich auf den Kapitalmärkten frisches Geld zu besorgen. Daher spielen die ESG-Kriterien bei den börsennotierten Firmen eine immer größere Rolle.

 

Impact Investing – Rendite und ethisches Engagement

 

Mit einer Geldanlage lässt sich auch direkt Gutes tun.

Das sogenannte Impact Investing zielt neben der Rendite auch auf eine positive gesellschaftliche Wirkung.

Bei festverzinslichen Anlagen sind das vor allem grüne, nachhaltige und soziale Anleihen, die von Staaten herausgegeben werden. Sie geben die eingenommenen Gelder meist zweckgebunden für ökologische oder soziale Projekte aus. Auch die Mikrofinanzfonds zählen zu den Impact Investments.

 

Nachhaltige Fonds als Beimischung im Portfolio der Anleger

Die Motivation ist nicht ganz selbstlos.

Mehrere Studien zeigen mittlerweile, dass eine nachhaltige und soziale Investition das Volatilitätsrisiko in einem Portfolio verringern kann.

Entscheidend dabei ist, dass die Schwankungen, die ein Maß für das Risiko einer Anlage sind, bei nachhaltigen Aktien oder einem Aktienindex geringer ausfallen. Das ist eigentlich keine Überraschung.

Unternehmen, die ökologische, soziale und faire Kriterien in ihrer Firmenkultur und ihrem Geschäftsmodell verankert haben, sind weniger anfällig für Skandale, die zu einem Einbruch des Aktienkurses führen können.

Bei der Rendite gibt es dagegen keinen Unterschied zwischen Nachhaltigkeitsfonds und Fonds, die traditionell anlegen. Auch das haben Untersuchungen vielfach belegt. Selbst in schwierigen Börsenjahren konnten sich nachhaltige Investmentfonds demnach vergleichsweise gut behaupten. Eine Garantie für die Zukunft ist das jedoch nicht.

Zurich erweitert das Fondsangebot um ESG Investmentfonds. Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung Nachhaltige Altersvorsorge. Das Fondsangebot finden Sie auch auf der Seite Vorsorgeinvest.

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