ZIP-Kapitaltransaktion

Zurich Insurance plc – Aktienkapitalherabsetzung

Zurich Insurance plc (das „Unternehmen“) beabsichtigt, seine ausschüttbaren Rücklagen zu erhöhen, was dem Unternehmen zukünftig größere Flexibilität bei der Ausschüttung von Dividenden an seine Anteilseigner bietet.

Diese Erhöhung wird durch die Auflösung der gesamten Agiorücklage des Unternehmens unter Verwendung des im Irish Companies Act 2014 festgelegten Kapitalherabsetzungsprozesses erreicht, der ein Prozess des Irish High Court ist und die Genehmigung der Anteilseigner erfordert.

Die beabsichtigte Kapitalherabsetzung wurde am 31. August 2018 einstimmig von den Anteilseignern des Unternehmens genehmigt.

Das Unternehmen hat am 3. September 2018 das Antragsverfahren beim High Court of Ireland zur Bestätigung der Kapitalherabsetzung eröffnet. Der Antrag wird am 13. November 2018 um 11:00 Uhr im Four Courts, Dublin 7, Irland, vor dem High Court (Handelsrecht) gehört.

Das Unternehmen geht davon aus, dass eine Bestätigung der Kapitalherabsetzung keine Kunden oder Gläubiger des Unternehmens schädigt. Das Nettovermögen des Unternehmens wird durch die Kapitalherabsetzung nicht verringert, und der Prozess beinhaltet keine Dividendenzahlung oder anderweitige Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner. Die Anzahl an ausgegebenen Aktien des Unternehmens und deren Nennwert bleiben ebenfalls gleich.

Das Unternehmen hat KPMG beauftragt, einen unabhängigen Bericht zu den Auswirkungen der beabsichtigten Kapitalherabsetzung auf die Gläubiger und Versicherungsnehmer des Unternehmens zu erstellen. KPMG ist zu dem Schluss gekommen, dass die Sicherheit der Gläubiger und Versicherungsnehmer durch die Kapitalherabsetzung nicht negativ beeinflusst wird, da die Finanzkraft des Unternehmens nach der Kapitalherabsetzung unverändert bleibt. Der Bericht von KPMG ist als Kopie verfügbar [hier klicken].

Das Unternehmen hat ein Dokument zu häufig gestellten Fragen zum Kapitalherabsetzungsprozess erstellt, das hier einsehbar ist [hier klicken].

Wenn Sie Fragen zu der beabsichtigten Kapitalherabsetzung haben, kontaktieren Sie bitte das Unternehmen per E-Mail unter ZIP.creditor@zurich.com.

Häufig gestellte Fragen

Die beabsichtigte Kapitalherabsetzung

  • Was ist eine Kapitalherabsetzung?

Eine Kapitalherabsetzung liegt vor, wenn ein Unternehmen die Menge seines Unternehmenskapitals reduziert, was das Aktienagio beinhaltet.

  • Was ist das Aktienagio?

Ein Aktienagio entsteht, wenn ein Unternehmen Aktien mit einem Aufschlag auf deren Nennwert ausgibt, was häufig vorkommt. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine Aktie mit einem Nennwert von 1,00 € zu einem Subskriptionspreis von 10,00 € ausgibt, sind 9,00 € des gezeichneten Betrags Aktienagio.

  • Welcher Prozess wird zur Durchführung einer Kapitalherabsetzung genutzt?

Da Zurich Insurance plc (das „Unternehmen“) eine public limited company (Aktiengesellschaft) mit Sitz in Irland ist, erfordert der Kapitalherabsetzungsprozess, dass das Unternehmen die Genehmigung seiner Anteilseigner einholt und einen Gerichtsbeschluss vom High Court of Ireland (Oberster Gerichtshof Irlands) zur Bestätigung der Kapitalherabsetzung anstrebt.

  • Wie beabsichtigt das Unternehmen, das Aktienkapital herabzusetzen?

Das Unternehmen beabsichtigt, das Aktienkapital durch Auflösung der gesamten Agiorücklage herabzusetzen. Derzeit besteht ein Aktienagio von ungefähr 2,87 Milliarden € im Bilanzabschnitt zu Aktienkapital und Rücklagen des Unternehmens. Die Agiorücklage hat sich im Laufe der Zeit angesammelt, da das Unternehmen Aktien mit einem Aufschlag auf ihren Nennwert ausgegeben hat. Eine Agiorücklage ist keine ausschüttbare Rücklage, und dementsprechend sind die Zwecke, zu denen ein Unternehmen seine Agiorücklage verwenden kann, extrem eingeschränkt. Insbesondere kann sie nicht zur Zahlung von Dividenden verwendet werden.

  • Was geschieht als Ergebnis der Auflösung der Agiorücklage?

Eine Kapitalherabsetzung führt zur Schaffung einer Rücklage in Höhe der Menge des aufgelösten Kapitals. Eine durch eine Kapitalherabsetzung entstandene Rücklage wird im Allgemeinen als erwirtschafteter Gewinn behandelt, einschließlich ausschüttbarer Rücklagen.

Mehr zur Kapitalherabsetzung

  • Zu welchem Zweck werden die ausschüttbaren Rücklagen erhöht?

Ein Unternehmen darf nur aus Gewinnen, die zu diesem Zweck verfügbar sind, Dividenden zahlen und andere Ausschüttungen vornehmen. Die beabsichtigte Kapitalherabsetzung erhöht bestehende ausschüttbare Rücklagen, was dem Unternehmen in Zukunft größere Flexibilität bei der Zahlung von Dividenden an Anteilseigner bietet. Jegliche zukünftige Ausschüttung an Anteilseigner unterliegt der Erfüllung strenger rechtlicher und regulatorischer Anforderungen.

  • Findet als Teil des Kapitalherabsetzungsprozesses eine Kapitalrückzahlung an Anteilseigner statt?

Nein. Bei der Kapitalherabsetzung handelt es sich um eine Bilanzrestrukturierungsmaßnahme, die das zugrunde liegende Nettovermögen des Unternehmens nicht verringert, und sie beinhaltet keine Zahlung von Dividenden oder andere Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner. Die Anzahl an ausgegebenen Aktien des Unternehmens und deren Nennwert bleiben ebenfalls gleich.

  • Muss ich etwas unternehmen?

Sie müssen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Kapitalherabsetzung keinerlei Maßnahmen ergreifen.

  • Wie erfahre ich, ob die Kapitalherabsetzung genehmigt wurde?

Das Unternehmen aktualisiert seine Website (www.zurich.com/ZIP) nach der abschließenden gerichtlichen Anhörung.

Schutz der Interessen

  • Welche Auswirkungen hat dies auf Gläubiger (einschließlich Versicherungsnehmer)?

Es gibt keine Auswirkungen auf Gläubiger oder Versicherungsnehmer. Wie oben erwähnt, ist die beabsichtigte Kapitalherabsetzung eine Bilanzrestrukturierungsmaßnahme. Die beabsichtigte Kapitalherabsetzung hat keine Auswirkungen auf das aufsichtsrechtliche Kapital des Unternehmens.

  • Wer stellt sicher, dass die Interessen von Gläubigern und Versicherungsnehmern geschützt werden?

Einzelheiten der beabsichtigten Kapitalherabsetzung, einschließlich des Datums der abschließenden gerichtlichen Anhörung, werden Gläubigern mitgeteilt - entweder direkt oder durch die Veröffentlichung von Bekanntmachungen durch das Unternehmen in bestimmten Zeitungen. Das Gericht bestätigt die beabsichtigte Kapitalherabsetzung nur dann, wenn es überzeugt ist, dass die Interessen der Gläubiger des Unternehmens nicht durch die beabsichtigte Kapitalherabsetzung betroffen sind.

  • Warum hat das Unternehmen KPMG im Zusammenhang mit der Kapitalherabsetzung beauftragt?

Das Unternehmen hat KPMG beauftragt, einen unabhängigen Bericht für den Irish High Court zu erstellen, der die Auswirkungen der beabsichtigten Kapitalherabsetzung auf die Gläubiger und Versicherungsnehmer des Unternehmens bewertet. KPMG ist zu dem Schluss gekommen, dass die Sicherheit der Gläubiger und Versicherungsnehmer durch die Kapitalherabsetzung nicht negativ beeinflusst wird, da die Finanzkraft des Unternehmens nach der Kapitalherabsetzung unverändert bleibt. Der Bericht von KPMG ist als Kopie verfügbar [hier klicken].

  • Ist die beabsichtigte Kapitalherabsetzung ein Hinweis auf finanzielle Probleme?

Nein. Die Auflösung von Aktienagio zur Erhöhung ausschüttbarer Rücklagen ist eine Bilanzrestrukturierungsmaßnahme, die dem Unternehmen in Zukunft größere Flexibilität bei der Zahlung von Dividenden bietet, und ist eine in Irland übliche Praxis.

Versicherungsnehmer

  • Ich bin Versicherungsnehmer bei Zurich. Wirkt sich die Kapitalherabsetzung in irgendeiner Form auf meine Police aus?

Die Kapitalherabsetzung wirkt sich nicht auf Ihre Police aus. Vor allem führt die Kapitalherabsetzung zu keinerlei Änderungen an den Geschäftsbedingungen oder den Leistungen Ihrer Police. Ebenso betrifft die Kapitalherabsetzung keine Ansprüche, die Sie möglicherweise derzeit oder in Zukunft im Rahmen Ihrer Police haben. Die Kapitalherabsetzung ist lediglich eine Bilanzrestrukturierungsmaßnahme.

Weitere Informationen

  • Was kann ich tun, wenn ich Bedenken oder Fragen habe?

Wenn Sie Bedenken oder Fragen zu der beabsichtigten Kapitalherabsetzung haben, kontaktieren Sie bitte das Unternehmen per E-Mail unter ZIP.creditor@zurich.com.

Unabhängig davon, ob Sie uns kontaktiert haben oder nicht, haben interessierte Parteien das Recht bei der gerichtlichen Anhörung, die für den 13. November 2018 angesetzt ist, gehört zu werden. Wenn Sie der Anhörung des Antrags beiwohnen möchten, sollten Sie diese Absicht bis spätestens 17:00 Uhr am 2. November 2018 schriftlich den Anwälten des Unternehmens, McCann FitzGerald (Riverside One, Sir John Rogerson’s Quay, Dublin 2, D02 X576, Irland) mitteilen. Die schriftliche Mitteilung sollte angeben, ob Sie den Antrag befürworten oder ablehnen. Falls Sie beabsichtigen, Widerspruch gegen den Antrag einzulegen, sollte die schriftliche Mitteilung Einzelheiten zu den Gründen des Widerspruchs enthalten. Falls Sie bei der Anhörung des Antrags eine Erklärung abgeben oder Beweise anführen möchten, sollten sämtliche schriftlichen Eingaben und eidesstattlichen Erklärungen, die diese Beweise darlegen, zu spätestens diesem Zeitpunkt beim Gericht eingereicht sein, und eine Kopie davon den Anwälten des Unternehmens (unter der oben genannten Adresse) zugestellt sein.