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Wichtige Änderungen in 2018 für Privatkunden

Wie in jedem Jahr ändern sich auch in 2018 einige Gesetze. Was sich alles in 2018 ändert, haben wir hier für Sie kurz zusammengefasst.

Steuern

Grundfreibetrag – Absicherung des Existenzminimums

Der Grundfreibetrag dient der Absicherung des Existenzminimums. Ein zu versteuerndes Einkommen bis zum Grundfreibetrag wird keiner Einkommensteuer unterworfen. Überschreitet das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag, ist Einkommensteuer zu zahlen.

Der Grundfreibetrag beträgt in 2018 - 9.000 Euro

Kinderfreibetrag und Kindergeld steigen

Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag wird im Gegensatz zum Kindergeld nicht ausgezahlt sondern ist ein Freibetrag, der vom zu versteuerndem Einkommen abgezogen wird und sich bei der Berechnung der Einkommensteuer steuermindernd auswirkt.

Der Kinderfreibetrag beträgt in 2018 – 4.788 Euro

Kindergeld

Das Kindergeld ist ein Betrag, der Eltern monatlich überwiesen wird und der nicht der Einkommensteuer unterliegt, also nicht versteuert werden muss. Der Anspruch auf Kindergeld entsteht im Geburtsmonat des Kindes und die Höhe richtet sich dabei nach der Anzahl der Kinder:

  • 1. und 2. Kind = Kindergeld in 2018 - 194.- Euro
  • 3. Kind = 200.- Euro und
  • Für das 4. und jedes weitere Kind = 225.- Euro

Steuererklärungsfristen sind in 2018 neu geregelt

Ab 2018 soll das Besteuerungsverfahren in Deutschland modernisiert werden und weitgehend ohne Belege auskommen. Zu den wichtigsten Änderungen im Steuergesetz gehören die Verlängerung der Abgabefrist für die Steuererklärung und die Festsetzung eines Verspätungszuschlags.

  • Die Steuererklärung für 2018 muss dem Finanzamt bis 31. Juli 2019 vorliegen.
  • Wird ein Steuerberater beauftragt, ist sie bis spätestens 29. Februar 2020 abzugeben.

Investmentfonds werden neu besteuert

Betroffen sind Besitzer deutscher und ausländischer Fonds sowie Anleger, die in Immobilienfonds investiert haben. Ab 2018 gilt:

  • Deutsche Fonds haben auf bestimmte Erträge 15 % Körperschaftssteuer zu zahlen.
  • Sparer werden von der Abgeltungssteuer befreit. Die Freistellungen gelten für deutsche und ausländische Fonds.
  • Vor 2009 gekaufte Anteile verlieren ihre Steuerfreiheit.

Sozialversicherung

Neues Mutterschutzgesetz – mehr Frauen profitieren davon

Von dem neuen Mutterschutzgesetz profitieren mehr Frauen. Zukünftig soll es eine erhebliche Aus-weitung auf Personen geben, die in den unterschiedlichen Vertragskonstellationen zu Auftraggebern und Arbeitgebern, aber auch zu Institutionen stehen können. Unternehmen müssen künftig genauer hinschauen und prüfen, welche Personen zusätzlich mutterschutzrechtliche Pflichten auslösen.

Was ist neu:

  • Kündigungsschutz nach Geburt eines behinderten Kindes ist auf 12 Wochen verlängert.
  • Bei Fehlgeburt nach der 12. Schwangerschaftswoche besteht Kündigungsschutz.
  • Mutterschutz gilt auch für Schülerinnen und Studentinnen. Voraussetzungen: Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildung sind verpflichtend vorgegeben.
  • Keine Arbeitsverbote mehr gegen den Willen der Schwangeren.

Für welchen Personenkreis gilt das neue Mutterschutzgesetz:

  • Frauen, die sich in betrieblicher Berufsbildung befinden sowie Praktikantinnen (gem. § 26 des Berufs¬bildungsgesetz)
  • Frauen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt sind
  • Entwicklungshelferinnen
  • Freiwillig beschäftigte Frauen, die nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz sind
  • Frauen, die als Mitglieder einer geistlichen Genossenschaft, Diakonissen oder Angehörige einer ähnlichen Gemeinschaft auf einer Planstelle oder aufgrund eines Gestellungsvertrags für diese tätig werden, auch während der Zeit ihrer dortigen außerschulischen Ausbildung
  • Frauen, die in Heimarbeit beschäftigt sind Arbeitnehmerähnliche Selbstständige
  • Schülerinnen und Studentinnen unter bestimmten Voraussetzungen

Geld und Verbraucherschutz

Neues Betriebsrenten-Stärkungsgesetz

Die Bundesregierung hat zur Stärkung der Betriebsrente umfassende Neuerungen beschlossen – das Betriebsrentenstärkungsgesetz (kurz BRSG). Mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz wird die betriebliche Altersvorsorge reformiert. Sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber sollen die Anreize für eine Betriebsrente erhöht werden und das bestehende System gestärkt werden. Gerade für Personen mit geringem Einkommen wird ein Anreiz für den Abschluss einer zusätzlichen Altersvorsorge geschaffen.

Alle Vorteile des Betriebsrentenstärkungsgesetzes

Erhöhung des Förderrahmens

  • Beiträge zu einer Direktversicherung sind zukünftig bis zu 8% der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung West (BBG) steuerfrei.
Förderung für Geringverdiener
  • Neuer Förderbetrag für Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt bis 2.200 Euro brutto.
  • Der Arbeitgeber erhält bis zu 30 Prozent des Beitrages, den er einem Geringverdiener gewährt, über eine Verrechung mit der abzuführenden Lohnsteuer zurück.
  • Ein Arbeitgeberzuschuss von bis zu max. 480 EUR jährlich wird mit bis zu 144 EUR jährlich vom Staat bezuschusst.
Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss
  • Künftig sind alle Arbeitgeber verpflichtet, einen Zuschuss von bis zu 15 Prozent auf den Betrag zu zahlen, den die Beschäftigten über eine Betriebsrente ansparen.
Nachzahlung der Beitragslücken
  • Arbeitnehmer können rückwirkend fehlende Beträge (z.B. wegen Elternzeit) steuerbegünstigt nachzahlen.
  • Die Nachzahlung ist für max. 10 Jahre möglich, wenn der Arbeitnehmer in den betreffenden Kalenderjahren gar kein Entgelt bezogen hat.
Freibetrag bei der Grundsicherung
  • Neuer Freibetrag für die Grundsicherung zur Absicherung von zusätzlichen Renten aus bAV-, Riester- und Basisversorgungen im Alter und bei Erwerbsminderung. Somit lohnt sich die zusätzliche Vorsorge künftig auch für Geringverdiener.

Hier erfahren Sie mehr über die Zurich Direktversicherung

Alle Informationen über das Betriebsrentenstärkungsgesetz finden sie hier

Unser Tipp: Sprechen Sie mit einem Zurich Versicherungspartner. Er berät Sie umfassend und kompetent.

Mehr Verbraucherschutz im Reiserecht

  • Zusätzliche Gebühren, Entgelte und sonstige Kosten sind nur dann erlaubt, wenn der Reisende vor Vertragsabschluss informiert wurde.
  • Portalbetreiber gelten als Vermittler und haften für ihr Angebot.
  • Online-Buchungen mit mehreren Reisebausteinen werden wie Pauschalreisen bewertet.
  • Reisemängel können bis zu zwei Jahre geltend gemacht werden.