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Versicherungslexikon

Fachbegriffe lassen sich gerade in der Versicherungsbranche nicht immer vermeiden. Um Ihnen das Verständnis unserer Webseite so leicht wie möglich zu machen, gibt es unser Versicherungslexikon. Hier erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Versicherungen – kurz, leicht und verständlich.

 

A

Ablaufmanagement

Zur Reduzierung von Kursrisiken kann der Versicherungsnehmer innerhalb der letzten zehn Jahre vor Rentenzahlungsbeginn – frühestens zum Ende des fünften Versicherungsjahres – das Ablaufmanagement aktivieren. Dieses sieht eine Umschichtung der Fonds-Deckungskapitalien in einen Rentenfonds vor. Zur Erreichung eines gleichmäßigen, kontinuierlichen Übergangs wird monatlich ein der monatlichen Restlaufzeit bis zum Rentenzahlungsbeginn entsprechender Bruchteil der jeweiligen Fondsanteile umgeschichtet. Ab Beginn des Ablaufmanagements fließen die weiteren Sparbeträge der Versicherung ausschließlich in den Rentenfonds.

Abrufphase

Die Abrufphase ist ein vertraglich festgelegter Zeitraum vor Beginn der vereinbarten Rentenzahlung (bei einer Lebensversicherung vor Ende der Versicherungsdauer), in dem jährlich zur Hauptfälligkeit die Versicherungsleistung abgerufen werden kann. Hierdurch hat der Versicherungsnehmer den Vorteil, sich bei Vertragsabschluss nicht genau festlegen zu müssen, wann die Versicherung auslaufen soll. Somit kann die Versicherungsleistung zum Beispiel genau zum Beginn des Ruhestands abgerufen werden. Während der Abrufphase steigen bei gleichbleibendem Beitrag die Versicherungsleistungen, wenn von der Abrufmöglichkeit kein Gebrauch gemacht wird.

Abstrakte Verweisung

Im Fall einer Berufsunfähigkeit hat der Versicherer das Recht, den Versicherungsnehmer in einen anderen als den bei Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübten Beruf zu verweisen, zu dessen Ausübung er medizinisch noch in der Lage ist.

Dem Versicherungsnehmer werden aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung mögliche andere Tätigkeiten abstrakt aufgezeigt. Die Lebensstellung muss in jedem Fall gewahrt bleiben.

Beispiel: Ein Dachdecker kann aufgrund einer chronischen Erkrankung nicht mehr im Freien arbeiten. Er könnte stattdessen zum Beispiel als Kundenberater in einem Baumarkt tätig sein.

Aktiv- und Passivprozess

Bei einem Aktivprozess tritt der Betroffene als Kläger auf, bei einem Passivprozess ist der Betroffene selbst der Beklagte.

Allmählichkeitsschaden 

Allmählichkeitsschäden sind Sachschäden, die durch allmähliche Einwirkung der Temperatur, von Gasen, Dämpfen oder Feuchtigkeit und von Niederschlag (Rauch, Ruß, Staub und dergleichen) entstehen.

Annuitätendarlehen

Bei einem Annuitätendarlehen werden durch den Darlehensnehmer für den jeweiligen Zinsfestschreibungszeitraum gleichbleibende Raten entrichtet. Aus jeder Rate werden zunächst die Zinsen für den laufenden Abrechnungszeitraum abgedeckt (Zinsanteil) und der verbleibende Teil der Rate wird zur Tilgung verwendet (Tilgungsanteil).

Der Tilgungsanteil erhöht sich während des Zinsfestschreibungszeitraums des Darlehens in gleichem Maße, wie sich der Zinsanteil durch die fortschreitende Tilgung ermäßigt. Die auf diese Weise ersparten Zinsen werden zusätzlich zur Tilgung herangezogen.

Anzahlungsbürgschaft / Vorauszahlungsbürgschaft

Die Anzahlungs- bzw. Vorauszahlungsbürgschaft sichert die Zahlung ab, die der Auftragnehmer vom Auftraggeber vorab erhält, um damit die Ausführung des Auftrags zu finanzieren. Stellt der Auftragnehmer den Auftrag wegen Insolvenz nicht fertig, kann der Auftraggeber seinen Anspruch auf Rückzahlung der Vorauszahlung üblicherweise nur dem Insolvenzverwalter melden. Um einen Verlust zu vermeiden, lässt sich der Auftraggeber eine Bürgschaft für die Vorauszahlung geben.

Arbeitgeberfinanzierung 

Die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge werden vom Arbeitgeber zusätzlich zum Arbeitsentgelt gezahlt.

Arbeitnehmerfinanzierung 

Ein Teil des Arbeitnehmergehaltes wird nicht ausgezahlt, sondern steuerfrei in die betriebliche Altersvorsorge umgewandelt (zum Beispiel laufendes Gehalt, Urlaubsgeld).

Ausführungsbürgschaft / Vertragserfüllungsbürgschaft 

Mit der Ausführungs- bzw. Vertragserfüllungsbürgschaft bietet der Auftragnehmer dem Auftraggeber Sicherheit für die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen während der Ausführung bis zur Abnahme des Gewerkes.

Ausgabeaufschlag

Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Gebühr, die beim Erwerb von Fondsanteilen anfällt.

Aval / Avalgeschäft / Avalrahmen

Aval oder Bankaval ist ein Oberbegriff für Bürgschaften und Garantien, die eine Bank oder Versicherung für ihre Kunden gegenüber einer dritten Partei übernimmt.

B

Bankaval

Aval oder Bankaval ist ein Oberbegriff für Bürgschaften und Garantien, die eine Bank oder Versicherung für ihre Kunden gegenüber einer dritten Partei übernimmt.

Bankrückbürgschaft

Über eine Bankrückbürgschaft sichert eine Bank das von ihr eingesetzte Kapital, welches sie im Rahmen eines Avalgeschäftes oder einer Bürgschaft an einen Dritten gegeben hat, ab.

Beitragsbemessungsgrenze (BBG)

Als Beitragsbemessungsgrenze (BBG) wird in Deutschland eine vom jeweiligen Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung abhängige Einkommensschwelle bezeichnet, oberhalb derer das Einkommen eines Versicherten beitragsfrei bleibt. Versicherungsbeiträge werden also nur jeweils auf denjenigen Teil des Einkommens erhoben, der unterhalb dieser Einkommensschwelle liegt. Die BBG wird auch als Berechnungsgröße für die Altersvorsorge verwendet. Die Beitragsbemessungsgrenze darf nicht mit der Pflichtversicherungsgrenze verwechselt werden.

Beitragsdepot

Der Versicherungsnehmer zahlt in das Beitragsdepot der Versicherung einen höheren Geldbetrag ein. Dieses Depotguthaben wird marktgerecht verzinst, die Zinsen sind einkommensteuerpflichtig. Die laufenden Beiträge für die Versicherung werden dem eingezahlten Betrag entnommen. Für Verträge gegen Einmalbeitrag ist das Beitragsdepot nicht möglich.

Beitragsgarantie

Beitragsgarantie bedeutet, dass bei planmäßiger Beendigung mindestens die eingezahlten Beiträge als Kapital zur Auszahlung oder Verrentung zur Verfügung stehen.

Beitragsrückgewähr

Ist für den Fall des Todes der versicherten Person nach Rentenzahlungsbeginn eine Beitragsrückgewähr vereinbart, wird der eingezahlte Einmalbetrag abzüglich bereits gezahlter Renten zurückerstattet. Bereits gezahlte Renten werden nur in Höhe der zu Vertragsbeginn garantierten Renten abgezogen.

Be- und Entladeschäden

Der Schaden entsteht beim Be- und Entladen eines Fahrzeugs oder Containers am Transportmittel selbst, jedoch nicht am Ladegut.

Belegarzt / belegärztliche Behandlung 

Belegärzte behandeln Patienten unter Inanspruchnahme der Einrichtungen des Krankenhauses, sind jedoch keine im Krankenhaus angestellten Ärzte.

Belegschaftshabe 

Unter Belegschaftshabe versteht man Sachen, die Betriebsangehörigen gehören. Ein Schaden liegt dann vor, wenn diese Sachen abhandenkommen, beschädigt oder vernichtet werden. Dies gilt auch für Kraftfahrzeuge, sofern die Fahrzeuge auf den dafür vorgesehenen Plätzen innerhalb des Betriebsgrundstücks abgestellt wurden.

Besucherhabe

Unter Besucherhabe versteht man Sachen, die Besuchern gehören. Ein Schaden liegt dann vor, wenn diese Sachen abhandenkommen, beschädigt oder vernichtet werden. Dies gilt auch für Kraftfahrzeuge, sofern die Fahrzeuge auf den dafür vorgesehenen Plätzen innerhalb des Betriebsgrundstücks abgestellt wurden.

Bereitstellungszinsen

Unter Bereitstellungszinsen versteht man ein Entgelt, das durch den Darlehensgeber für den Zeitraum zwischen Darlehenszusage und Auszahlung berechnet wird. In diesem Zeitraum wird der Darlehensbetrag zu den garantierten Konditionen bereitgestellt, aber noch nicht ausgezahlt, da einzelne Auszahlungsvoraussetzungen noch nicht vorliegen.

Berufsgruppe 1 

Berufe mit geringem Gefährdungsgrad:

  • freiberuflich Tätige (z. B. Apotheker, Architekten, Notare, Patentanwälte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer)
  • Ärzte (Humanmedizin) und Zahnärzte
  • Ingenieure (außer Ingenieure im Medienbereich)
  • Wissenschaftler
  • Berufe, die ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraussetzen und zum Zeitpunkt der Antragsannahme auch ausgeübt werden (Ausnahmen: Diplom-Forst- und Landwirte)
  • Auszubildende und Studenten, die nach Abschluss ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums einen Beruf der Berufsgruppe 1 ausüben

Berufsgruppe 2 

Berufe mit durchschnittlichem Gefährdungsgrad:

  • überwiegend nicht körperlich tätige Personen, die im Wesentlichen eine aufsichtführende kaufmännische oder verwaltende Tätigkeit in geschlossenen Räumen ausüben
  • qualifizierte Facharbeiter, Handwerker mit ungefährlicher Tätigkeit
  • Auszubildende und Studenten, die nach Abschluss ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums einen Beruf der Berufsgruppe 2 ausüben

Berufsgruppe 3 

Berufe mit erhöhtem Gefährdungsgrad:

  • Personen mit gefährlicher körperlicher Tätigkeit, die besonderen Gefahren ausgesetzt sind
  • Auszubildende und Studenten, die nach Abschluss ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums einen Beruf der Berufsgruppe 3 ausüben

Berufsunfähigkeit

Eine Berufsunfähigkeit liegt dann vor, wenn die versicherte Person infolge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall mindestens sechs Monate lang nicht mehr in der Lage ist, ihren Beruf auszuüben. Ein ärztlicher Nachweis darüber ist zu erbringen.

Berufsunfähigkeitsversicherung / Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit. Sie kann als eigenständige Versicherung (selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung) oder als Kombination mit einer Risikolebens- oder einer privaten Rentenversicherung (Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung) abgeschlossen werden.

Betriebliche Altersversorgung 

Alle Leistungen, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zur Altersvorsorge, Hinterbliebenenversorgung und Invaliditätsversorgung zusagt.

Bewegungsrisiko 

Müssen versicherte Sachen wegen eines Schadens bewegt werden, liegt ein Bewegungsrisiko vor.

Beispiel: Wegen eines Wasserrohrbruchs im Unternehmen muss die zentrale EDV-Anlage ausgebaut und an einen anderen Ort gebracht werden.

Bezugstransport 

Wird Ware angeliefert, die bestellt und bezahlt wurde, dann handelt es sich um einen Bezugstransport.

Bietungsbürgschaft 

Sichert die Einhaltung der vom Auftragnehmer angebotenen Konditionen ab, falls der Auftrag erteilt wird.

Bürgschaftslimit

Das Bürgschaftslimit benennt den Rahmen, innerhalb dessen Bürgschaften abgerufen werden können.

D

Datenrechtsschutz 

Der Datenrechtsschutz ist besonders für Personen geeignet, die personenbezogene Daten verarbeiten. Zu den Leistungen gehört die gerichtliche Abwehr von Ansprüchen Betroffener nach dem Bundesdatenschutzgesetz. Dies bezieht sich hauptsächlich auf Auskunft, Berichtigung, Sperrung oder Löschung personenbezogener Daten. Rechtsschutz besteht in Verfahren wegen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes.

Durchführungswege 

Eine betriebliche Altersvorsorge kann in Deutschland über fünf verschiedene Durchführungswege aufgebaut und gestaltet werden. Diese unterscheiden sich durch die spezifischen steuerlichen, versicherungs- und arbeitsrechtlichen Regelungen. Folgende Durchführungswege stehen zur Verfügung:

  • Direktversicherung
  • Pensionskasse
  • Pensionsfonds
  • Unterstützungskasse
  • Direktzusage / Pensionszusage

Dynamisierung

Der Versicherungsnehmer hat bei Einschluss einer Dynamik das Recht, seinen Beitrag und somit die Leistungen seiner Versicherung zu erhöhen, und dies ohne erneute Gesundheitsprüfung. Das ist dann sinnvoll, wenn die in der Versicherung abgedeckte Versorgungslücke größer wird, zum Beispiel durch den Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten.

Deckungskapital

Unter Deckungskapital versteht man das bislang aufgebaute Guthaben des Versicherten in einer privaten Rentenversicherung.

E

Effektiver Jahreszins

Nach der Preisangabenverordnung (PangV) sind bei Darlehen als Preis die Gesamtkosten als jährlicher Prozentsatz des Darlehens anzugeben und als effektiver Jahreszins zu bezeichnen. Der effektive Jahreszins beziffert so die jährlichen und auf die nominale Darlehenshöhe bezogenen Kosten von Darlehen. Er ist in der Regel höher als der Sollzinssatz, da zusätzliche Kostenbestandteile wie die hälftige Abschlussgebühr, Kontogebühren sowie die Darlehensgebühr berücksichtigt werden.

Elementarereignisse

Als Elementarereignisse werden Naturereignisse wie Überschwemmungen, Erdbeben, Erdrutsch, Erdfall, Schneedruck, Lawinen, Sturm, Hagel oder Blitzschlag bezeichnet.

Elementarschäden 

Schäden durch Überschwemmungen, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck und Lawinen bezeichnet man als Elementarschäden.

Endfällige Darlehen / endfällige Zinszahlungsdarlehen

Das endfällige Darlehen wird auch als tilgungsfreies Darlehen bezeichnet. Die Darlehensschuld wird am Laufzeitende (also entweder am Ende einer fest vereinbarten Laufzeit oder nach einer erfolgten Kündigung) mit einer einmaligen Zahlung aus dem Vermögen des Darlehensnehmers (z. B. vorhandenes Guthaben oder fällige/-r Lebensversicherung / Bausparvertrag) komplett zurückgezahlt. Während der Laufzeit sind für das Darlehen lediglich Zinsen zu bezahlen. Der Zinssatz kann je nach vertraglicher Vereinbarung bis zum Laufzeitende fest oder auch variabel sein.

Entgeltumwandlung 

Bei einer Entgeltumwandlung wird ein Teil des Arbeitnehmergehaltes (wie laufendes Gehalt oder Urlaubsgeld) nicht als Gehalt ausgezahlt, sondern steuerfrei in die betriebliche Altersvorsorge umgewandelt.

Ent- und Beladeschäden 

Ent- und Beladeschäden entstehen beim Be- und Entladen eines Fahrzeugs oder Containers am Transportmittel selbst, jedoch nicht am Ladegut.

Erststelliges Darlehen

Darlehen, dessen Höhe sich unterhalb einer bestimmten Beleihungsgrenze (zum Beispiel 60 % des Beleihungswertes bei Darlehen von Versicherungsunternehmen) bewegt.

Erweiterte Elementarschäden

Als erweiterte Elementarschäden werden Schäden bezeichnet, die durch Naturereignisse wie Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck oder Lawinen entstehen.

Erwerbsunfähigkeit

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt dann vor, wenn die versicherte Person infolge von Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall voraussichtlich sechs Monate lang nicht mehr in der Lage ist, mindestens drei Stunden täglich eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Ein ärztlicher Nachweis darüber ist zu erbringen.

F

Fallende Versicherungssumme

Eine fallende Versicherungssumme nimmt mit den Jahren ab. Dies ist zum Beispiel bei einer Absicherung von Finanzierungen, bei der die Verbindlichkeiten über die Jahre sinken, vorteilhaft.

Flexible Altersgrenze ab 60

Bei einer restlichen Laufzeit von maximal fünf Jahren bis zur Rentenauszahlung und einem Alter von mindestens 62 Jahren entfällt der Stornoabzug bei Kündigung oder Beitragsfreistellung des Vertrages.

Fondsdeckungskapital

In der Ansparphase ergibt sich das Fondsdeckungskapital aus der Zahl der auf die Versicherung entfallenden Fondsanteile der gewählten Fonds. Der Wert des Fondsdeckungskapitals der Versicherung wird ermittelt, indem die Zahl der Fondsanteile der Versicherung mit dem jeweiligen am Bewertungsstichtag von der Kapitalanlagegesellschaft veröffentlichten Rücknahmepreis des gewählten Fonds multipliziert und in Euro umgerechnet wird.

Fondsshift

Bei einem Fondsshift kann das Fondsvermögen ganz oder teilweise in einen oder mehrere andere Fonds übertragen werden.

Fondsswitch

Bei einem Fondsswitch können die Fondsauswahl sowie die Aufteilung der künftigen Beiträge auf die Fonds (Beitragssplitting) nach Eingang des Antrags zur jeweils nächsten Beitragsfälligkeit verändert bzw. neu festgelegt werden.

Förderschädlich / förderunschädlich

Die staatliche Förderung hat die Zielsetzung, einen Beitrag für die Altersvorsorge zu leisten. Deshalb muss in der Regel die Förderung bei Verwendung für andere Zwecke als die Altersvorsorge zurückgezahlt werden, zum Beispiel bei vorzeitiger Kündigung mit Kapitalauszahlung. Bei „förderunschädlicher“ Verwendung ist keine Rückzahlung nötig.

G

Garantieoptionen 

Mit einer Garantieoption stehen dem Kunden bei Auszahlungsbeginn mindestens die vereinbarten Beiträge als Versicherungssumme zur Verfügung. Es dreht sich dabei um die folgenden zwei Möglichkeiten:

  • Beitragsgarantie (Garantie der eingezahlten Beiträge)
  • Maximalgarantie (höchstmögliche Garantie auf die eingezahlten Beiträge)

Genesungsgeld

Um die Übergangszeit nach einem Krankenhausaufenthalt finanziell zu erleichtern, wird (sofern vereinbart) Genesungsgeld bezahlt. Das Genesungsgeld wird in gleicher Höhe und für die gleiche Anzahl von Tagen gezahlt, für die auch Krankenhaustagegeld geleistet wurde. Die Auszahlung des Genesungsgelds wird jedoch durch eine Tageshöchstdauer begrenzt.

Gewährleistungsbürgschaft

Mit der Gewährleistungsbürgschaft wird die Gewährleistungspflicht des Auftragnehmers gegenüber dem Auftraggeber abgesichert bzw. der Sicherheitseinbehalt abgelöst.

Gewahrsamsschäden

Ein Gewahrsamsschaden ist ein unfallartiger Schaden an ausgeliehenen, gemieteten oder gepachteten Maschinen.

Gliedertaxe 

Die Gliedertaxe dient zum Beurteilen des Invaliditätsgrades in der Unfallversicherung. Ist die Funktion eines Körperteils nur teilweise eingeschränkt, wird der entsprechende Anteil des Prozentsatzes als Invalidität angenommen. Es erfolgt eine Addition der Prozentsätze, wenn mehrere Körperteile betroffen sind. Allerdings kann die Summe niemals 100 % übersteigen. Entsprechend des Prozentsatzes der Gliedertaxe leistet dann die Unfallversicherung.

Grundfähigkeitsabsicherung / Grundfähigkeitsversicherung

Eine Grundfähigkeitsabsicherung ist eine Risikoversicherung, aus der bei Verlust von körperlichen oder geistigen Fähigkeiten (zum Beispiel Sehen, Hören, Sprechen, Knien oder Bücken, Gebrauch der Arme, Hände oder Beine) eine Rentenleistung gezahlt wird. Ein ärztlicher Nachweis über diesen Verlust ist zu erbringen.

H

Haarwild 

Haarwild sind Tiere wie zum Beispiel Wisent, Elch-, Rot-, Dam-, Sika-, Reh-, Gams-, Stein-, Muffel- und Schwarzwild, Hase, Schneehase, Wildkaninchen, Biber, Murmeltier, Wildkatze, Luchs, Fuchs, Marder, Iltis, Hermelin, Wiesel, Nerz, Dachs, Fischotter und Seehund.

Hunde und Katzen sind Haustiere und gehören nicht zum Haarwild. Hier besteht Haftung durch den Halter bzw. dessen Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

Höchstendalter 

Der Versicherungsnehmer ist nur bis zum Erreichen dieses Alters versicherbar. 

Höchststandsgarantie / Höchststandssicherung

Produkte mit Höchststandsgarantie bzw. Höchststandssicherung garantieren am Ende der Laufzeit die Auszahlung des höchsten Fondswertes, der während der Laufzeit festgeschrieben wurde.

Höhere Gewalt 

Höhere Gewalt ist ein von außen einwirkendes, nicht vorhersehbares und nicht beeinflussbares Ereignis, das auch bei äußerster Sorgfalt des Betroffenen nicht abgewendet werden kann (zum Beispiel Naturkatastrophen).

Honorarvereinbarung bei Strafrecht-Rechtsanwälten

Auf Strafrecht spezialisierte Rechtsanwälte bestehen in der Regel auf dem Abschluss einer Honorarvereinbarung. Das Honorar liegt dann teilweise erheblich über den gesetzlich festgelegten Anwaltsgebühren.

Hypothekendarlehen 

Das Hypothekendarlehen ist eine bewährte Form der Baufinanzierung. Es handelt sich dabei um ein langfristiges Darlehen, zu dessen Absicherung ein Grundpfandrecht (Grundschuld) im Grundbuch eingetragen wird.

I

Internetrisiko

Versichert ist die gesetzliche Haftungspflicht eines Versicherten für Schäden, die aus dem Austausch, der Übermittlung oder der Bereitstellung elektronischer Daten im Internet entstanden sind.

Dabei müssen die Schäden aus der Löschung, Unterdrückung, Unbrauchbarmachung oder Veränderung von Daten bei Dritten durch Computerviren und / oder andere Schadprogramme (wenn der Versicherte zum Beispiel unbeabsichtigt eine E-Mail weiterleitet, deren Anhang mit einem Virus infiziert ist) entstanden sein.

Internetvertragsrechtsschutz

Über den weltweiten Internetvertragsrechtsschutz im privaten Bereich besteht Versicherungsschutz für die Wahrnehmung rechtlicher Interessen aus Verträgen aus dem privaten Bereich, die über das Internet, auch weltweit im Ausland und ohne zeitliche Begrenzung, geschlossen wurden.

Invaliditätsgrad (Privatkunden- und Firmenkundenbereich)

Der Invaliditätsgrad ist neben der Versicherungssumme bei der Berechnung der Invaliditätsleistung maßgeblich. Liegt ein vollständiger oder teilweiser Verlust von Gliedmaßen vor, richtet sich die Höhe der Leistung nach der sogenannten Gliedertaxe. Bei Schäden an anderen Körperteilen und Sinnesorganen hängt der Invaliditätsgrad davon ab, inwieweit – aus medizinischer Sicht – die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist.

Invaliditätsgrundsumme (Privatkunden- und Firmenkundenbereich)

Bei eintretender Invalidität infolge eines Unfalls hat der Versicherte Anspruch auf Invaliditätsleistung aus seiner Unfallversicherung, wenn diese vereinbart wurde. Die Leistungshöhe richtet sich nach der Höhe der im Vertrag vereinbarten Invaliditätsgrundsumme sowie dem Grad der Invalidität. Die Invaliditätsleistung wird durch die Vereinbarung einer Progression bei höherer Invalidität angehoben.

Invaliditätsleistung

Privatkundenbereich:

Die Invaliditätsleistung wird als Kapitalbetrag gezahlt, wenn die versicherte Person unfallbedingt in ihrer körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt ist. Grundlage für die Berechnung der Leistung bilden die vereinbarte Invaliditätsgrundsumme, der Grad der unfallbedingten Invalidität und die vereinbarte Progressionsstaffel. Neben der einmaligen Invaliditätsleistung besteht weiterhin die Möglichkeit, eine lebenslange Unfallrente oder eine wiederkehrende Zahlung der Invaliditätsgrundsumme zu vereinbaren.

Firmenkundenbereich:

Die Invaliditätsleistung wird bei Unfällen des Versicherten in Form eines Einmalbetrages ausgezahlt und – abhängig vom Vertrag – durch eine Unfallrente ergänzt. Die Leistung wird berechnet auf Grundlage der vereinbarten Versicherungssumme und des Invaliditätsgrades, der durch den Unfall entstanden ist.

K

Karenzzeit

Bei Versicherungen zur Absicherung eines biometrischen Risikos wie zum Beispiel der Berufsunfähigkeits- oder der Grundfähigkeitsversicherung kann eine Karenzzeit (von zum Beispiel drei bis 36 Monaten) vereinbart werden, das heißt, bei Eintritt des Versicherungsfalls verzögert sich die Zahlung der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente um den vereinbarten Zeitraum. Die Beitragszahlung entfällt jedoch sofort. Durch die Vereinbarung einer Karenzzeit reduzieren sich die Beiträge.

Kleinere Einkommen

Als kleinere Einkommen werden in der Regel Verdienste von weniger als 2.000 EUR brutto monatlich bezeichnet.

Konditionsdifferenzdeckung

Die Konditionsdifferenzdeckung leistet für solche Schadenereignisse, die durch die bestehende Versicherung bei einem anderen Versicherer nicht oder nicht im vollen Umfang versichert sind.

Zurich übernimmt im Schadenfall die Leistung bis zur Höhe des mit Zurich vereinbarten Versicherungsschutzes (zum Beispiel Versicherungssummen, Haftungserweiterungen, Entschädigungsgrenzen, Selbstbehalte, Leistungskürzungen) abzüglich der vertraglich vereinbarten und sonstigen Leistungen aus der anderweitig bestehenden Versicherung. Im Rahmen der anderweitig bestehenden Versicherung vereinbarte Selbstbehalte unterliegen nicht der Konditionsdifferenzdeckung.

Konstante Versicherungssumme

Bei einer konstanten Versicherungssumme bleibt die Versicherungssumme über die gesamte Laufzeit auf dem gleichen Niveau.

Krankenhaustagegeld

Privatkundenbereich:

Krankenhaustagegeld wird für jeden Kalendertag gezahlt, an dem der Versicherte sich wegen eines Unfalls in medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung befindet.

Firmenkundenbereich:

Krankenhaustagegeld wird für jeden Kalendertag gezahlt, an dem der Versicherte sich wegen eines Unfalls in medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung befindet.

Kurzbewertung

Bei einem Oldtimer-Marktwert bis 35.000 EUR genügt eine Kurzbewertung durch einen Classic-Data- oder Olditax-Gutachter.

L

Lebensphasenkonzept

Option des Versicherungsnehmers, bei Änderung bestimmter Lebensumstände (zum Beispiel Heirat oder die Geburt eines Kindes) den Versicherungsschutz nachträglich und ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Linear fallende Versicherungssumme

Die Versicherungssumme nimmt mit den Jahren ab. Dies ist zum Beispiel bei einer Absicherung von Finanzierungen, bei der die Verbindlichkeiten über die Jahre sinken, vorteilhaft.

M

Medienverluste

Medienverluste bezeichnen zum Beispiel den Mehrverbrauch von Wasser, der durch einen Wasserrohrbruch verursacht wurde.

Mehrkosten durch behördliche Wiederherstellungsbeschränkung

In diesem Fall werden die Mehrkosten für die Wiederherstellung der versicherten Sache ersetzt, wenn sie aufgrund von Gesetzen und Verordnungen entstehen, die vor Eintritt des Versicherungsfalles erlassen wurden.

Mehrkosten durch Preissteigerung

Mehrkosten infolge von Preissteigerungen, die im Zuge einer Wiederherstellung entstehen und deren Ursache in der Zeit zwischen Eintritt des Versicherungsfalles und der unverzüglichen Wiederherstellung liegt.

Bei einer Hausratversicherung entstehen beispielsweise Mehrkosten infolge von Preissteigerungen, wenn zwischen dem Eintritt des Versicherungsfalls und dem Zeitpunkt der Wiederbeschaffung oder Wiederherstellung der Preis für die versicherte Sache gestiegen ist.

Mehrkosten durch Technologiefortschritt

Kann eine beschädigte Sache nicht mehr wiederhergestellt oder wiederbeschafft werden, da sie infolge von Technologiefortschritt nicht mehr in der ursprünglichen Art und Güte hergestellt wird, entstehen Mehrkosten.

Mietsachschäden

Zu Mietsachschäden zählen Beschädigung von gemieteten Gebäuden, Wohnräumen und sonstigen zu privaten Zwecken gemieteten Räumen in Gebäuden.

Mittleres Einkommen

Als mittleres Einkommen werden in der Regel Verdienste von ca. 2.000 bis 3.200 EUR brutto monatlich bezeichnet.

N

Nachgelagerte Besteuerung

Das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung bedeutet, dass Beiträge, zum Beispiel zur betrieblichen Altersvorsorge, während der Ansparphase einkommensteuerlich freigestellt sind. Dafür müssen dann die Versorgungsbezüge in der Auszahlungsphase versteuert werden.

Nachrangfinanzierung

Eine Nachrangfinanzierung ist eine Finanzierung, die im Rang nach einem bereits bestehenden Darlehen im Grundbuch eingetragen wird. Sollte das Objekt zwangsversteigert werden, wird erst das erstrangig eingetragene Darlehen bedient, eine Nachrangfinanzierung erst nach Erfüllung der erstrangigen Verbindlichkeiten. Ein Darlehensgeber geht mit einer nachrangigen Finanzierung grundsätzlich ein höheres Risiko ein. Hierdurch werden Nachrangfinanzierungen meist mit teureren Konditionen angeboten (höhere Zinssätze).

P

Passivprozess

Bei einem Passivprozess ist der Betroffene selbst der Beklagte, bei einem Aktivprozess tritt der Betroffene als Kläger auf.

Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung im Bereich der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung auf Dauer – voraussichtlich jedoch für mindestens sechs Monate – in erheblichem Maße der Hilfe bedürfen.

Pflichtversicherungsgrenze

In Deutschland können Arbeitnehmer nur dann in eine private Versicherung wechseln, wenn sie seit über drei Jahren mit ihrem Einkommen über der Pflichtversicherungsgrenze liegen. Die Pflichtversicherungsgrenze gilt für die gesetzlichen Krankenkassen und bezeichnet den Wert, bis zu dem für Versicherte die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht.

Progression

Privatkundenbereich:

Je größer der Invaliditätsgrad, umso mehr steigt die Versicherungsleistung nach einem Unfall überproportional an. Das heißt, bei höheren Invaliditätsgraden wird mehr geleistet, als es dem festgestellten Invaliditätsgrad entspricht. Bei einer vollständigen Invalidität von 100 % und einer vereinbarten Progression von 500 % beträgt die Versicherungsleistung zum Beispiel das Fünffache der in der Unfallversicherung vereinbarten Invaliditätsgrundsumme.

Firmenkundenbereich:

Bei steigendem Invaliditätsgrad steigt die Versicherungsleistung nach einem Unfall überproportional an, das heißt, bei höheren Invaliditätsgraden wird mehr geleistet, als es dem festgestellten Invaliditätsgrad entspricht. Bei 100 % Invalidität steigt die Versicherungsleistung der Unfallversicherung zum Beispiel bei einer Progression von 300 % bzw. 500 % bis zum Drei- bzw. Fünffachen der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme.

Progressive Invaliditätsstaffel / progressive Invaliditätsentschädigung / Progressionsstaffel

Privatkundenbereich:

Es besteht die Möglichkeit, zwischen einer Progressionsstaffel oder einem Mehrleistungsmodell zu wählen. Die Progressionsstaffel bzw. das Mehrleistungsmodell bestimmen zusammen mit der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme und dem Invaliditätsgrad die Höhe der Invaliditätsleistung. Zur Wahl stehen:

  • Mehrleistung ab 90 % (mit einer Verdoppelung der Leistung bei einem Invaliditätsgrad ab 90 %, maximal jedoch 160.000 EUR pro versicherter Person)
  • Progression 500 % Plus (mit einer überproportional steigenden Leistung bis zum Fünffachen der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme)

Firmenkundenbereich:

Je höher der Invaliditätsgrad, umso höher steigt die Versicherungsleistung nach einem Unfall überproportional an, das heißt, bei höheren Invaliditätsgraden wird mehr geleistet, als es dem festgestellten Invaliditätsgrad entspricht. Bei 100 % Invalidität beträgt die Versicherungsleistung zum Beispiel bei einer Progression von 300 % bzw. 500 % bis zum Drei- bzw. Fünffachen der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme.

Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG)

Der Pensions-Sicherungs-Verein ist der gesetzliche Träger der Insolvenzsicherung. Aufgabe des PSVaG ist es, gesetzlich unverfallbare Anwartschaften und laufende Renten bei Insolvenz des Arbeitgebers zu sichern.

R

Regionalklasse

Die Regionalklasse gibt an, wie hoch das Kfz-Schadenaufkommen in einem Zulassungsbezirk ist. Großstädte weisen ein höheres Schadenaufkommen als ländliche Regionen auf. Je niedriger die Regionalklasse, umso niedriger ist der sogenannte Schadenbedarfsindexwert und somit auch der zu zahlende Versicherungsbeitrag.

Rentenfaktor

Der Rentenfaktor gibt die Monatsrente je 10.000 EUR Vertragsguthaben zum Ende der Ansparphase an.

Rentengarantiezeit

Erlebt die versicherte Person den vereinbarten Rentenzahlungsbeginn und ist eine Rentengarantiezeit vereinbart, wird die garantierte Rente zuzüglich zugewiesener Überschüsse mindestens bis zum Ablauf der Rentengarantiezeit gezahlt. Dies gilt auch unabhängig davon, ob die versicherte Person den Ablauf der Rentengarantiezeit erlebt. Die Rentengarantiezeit beginnt mit dem vereinbarten Rentenzahlungsbeginn.

Rettungskosten

Rettungskosten sind Aufwendungen, auch erfolglose, die der Versicherte im Versicherungsfall zur Abwendung oder Minderung des Schadens für geboten halten durfte.

Rotes Dauerkennzeichen

Die Zulassungsstelle vergibt ein rotes Kennzeichen für Probe- und Überführungsfahrten, Teilnahme an Oldtimer-Veranstaltungen und Fahrten zur Werkstatt. Das rote Kennzeichen kann wechselseitig bei mehreren Fahrzeugen verwendet werden.

Rückdeckungskonzepte

Mit Rückdeckungskonzepten sind Lösungen in Versicherungsform für den Arbeitgeber gemeint. Diese Lösungen sichern den Arbeitgeber so ab, dass er in jedem Falle seine Leistungen zur betrieblichen Altersvorsorge erfüllen kann.

Rückdeckungsversicherung

Eine Rückdeckungsversicherung ist eine vom Arbeitgeber als Versicherungsnehmer auf das Leben des Arbeitnehmers abgeschlossene Versicherung, hinsichtlich deren Leistungen der Arbeitgeber bezugsberechtigt ist. Zweck einer Rückdeckungsversicherung ist es, die Risiken aus der Versorgungszusage auf ein Versicherungsunternehmen auszulagern und die Versorgungsansprüche periodengerecht zu finanzieren.

Rückstau

Rückstau liegt vor, wenn Wasser durch Ausuferung von oberirdischen (stehenden oder fließenden) Gewässern oder durch Witterungsniederschläge bestimmungswidrig aus den gebäudeeigenen Ableitungsrohren oder damit verbundenen Einrichtungen in das Gebäude eindringt. Versichert sind Schäden, die an versicherten Sachen durch innerhalb des Gebäudes aus der Kanalisation austretendes Wasser entstehen – sofern weitere Elementargefahren mitversichert sind.

S

Schadenfreiheitsklasse

Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) zeigt die Anzahl der schadenfrei gefahrenen Jahre bzw. den Schadenverlauf in der Haftpflicht- und in der Vollkaskoversicherung an. Je länger der Versicherungsnehmer unfallfrei fährt, umso günstiger wird seine Schadenfreiheitsklasse (bis maximal SF 25) und damit der Versicherungsbeitrag.

Selbstständigkeit

Im Unterschied zu einer abhängigen Beschäftigung ist der Selbstständige frei in der Bestimmung über seine Arbeitszeit, den Arbeitsort, die Arbeitsdauer sowie die Art seiner Arbeit. Er unterliegt keinem Weisungsrecht von einem Arbeitgeber. Seine Tätigkeit ist durch das eigene Unternehmerrisiko und die freie Verfügung über die eigene Arbeitskraft geprägt.

Sozialabgabenfrei / steuerabgabenfrei / steuerfrei

Direktversicherung / Pensionskasse:

Die Beiträge des Arbeitgebers sind derzeit bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuer- und sozialversicherungsfrei. Dies gilt auch für die Arbeitnehmeranteile, die der Arbeitnehmer per Entgeltumwandlung finanziert. Zunächst wird jedoch der Arbeitgeberanteil ausgeschöpft.

Unterstützungskasse / Pensionszusage:

Für die Zuwendungen des Arbeitgebers an die Unterstützungskasse sowie die Beitragsanteile des Arbeitnehmers (Arbeitnehmerbeiträge per Entgeltumwandlung) besteht Steuerfreiheit in unbegrenzter Höhe. Der Arbeitgeberanteil ist komplett sozialversicherungsfrei. Für Arbeitnehmerbeiträge aus Entgeltumwandlungen gilt die Sozialversicherungsfreiheit bis zu derzeit 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung.

T

Tätigkeitsschaden

Verursachte Schäden an fremden Sachen durch eine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit des Versicherungsnehmers.

Teilkapitalisierung

Mit Teilkapitalisierung bezeichnet man die Möglichkeit des Versicherungsnehmers, zu Rentenbeginn bis zu 30 % des Vertragsguthabens (förderunschädlich) in einer Summe zu entnehmen.

Teilkasko / Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung versichert Schäden aufgrund von Naturgewalten und Ereignissen, auf die man selbst keinen Einfluss hat (z. B. Blitzschlag, Überschwemmung, Brand, Diebstahl oder Kollisionen mit Haarwild).

Tilgung

Unter der Tilgung versteht man die regelmäßigen Zahlungen des Darlehensnehmers zur Rückzahlung eines Kredites.

Tilgungsvarianten (beim Deutsche Bank Bausparen)

Die Höhe der Verzinsung des Bauspardarlehens ist abhängig von der Wahl der Tilgungsvariante. Der Bausparer kann in den jeweiligen Tarifvarianten bis zur Auszahlung des Bauspardarlehens jeweils zwischen drei Tilgungsvarianten wählen. Diese unterscheiden sich anhand der Sollzinssätze, unterschiedlichen Laufzeiten und in der Höhe der monatlichen Belastung.

U

Übergangsleistung

Bei Privatkunden (ohne Mitwirkung von Krankheiten oder Gebrechen):

Sofern vereinbart wird eine verbesserte Übergangsleistung bezahlt, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person unfallbedingt nach Ablauf von drei Monaten noch um mindestens 50 % beeinträchtigt ist.

Bei Firmenkunden:

Drei Monate nach dem Unfall wird bei 100%iger Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit die Hälfte der vereinbarten Übergangsleistung erbracht. Die andere Hälfte wird nach sechs Monaten gezahlt, wenn immer noch eine 50%ige Einschränkung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit des Versicherten vorliegt.

Überschussbeteiligung / Überschussverwendung

Überschüsse der Versicherung entstehen im Wesentlichen durch Erträge der am Kapitalmarkt angelegten Sparanteile des Versicherungsnehmers oder einen günstigeren als bei der Tarifkalkulation angenommenen Kostenverlauf. Die Überschüsse werden dem Versicherungsnehmer in Form zusätzlicher Versicherungsleistungen oder reduzierter Beiträge wieder zugeführt.

Unbenannte Gefahren

Unbenannte Gefahren sind nicht ausdrücklich in den regulären oder erweiterten Deckungsschutz einbezogene Ereignisse, die unvorhergesehen von außen auf die versicherte Sache einwirken. Dies kann beispielsweise ein Kran sein, der vom Nachbargrundstück auf ein versichertes Gebäude kippt, oder Sturmschaden – bei einer Windstärke schwächer als acht.

Unterversicherung / Überversicherung

Unterversicherung ist ein Begriff aus dem Bereich der Sachversicherungen. Sachversicherungen verfolgen das Prinzip, dass der tatsächliche Wert eines Risikos der Versicherungssumme entsprechen sollte. Ist die Versicherungssumme größer als der Versicherungswert, so besteht eine Überversicherung. Das führt zu einer überhöhten Prämienzahlung an den Versicherer. Ist die Versicherungssumme kleiner als der Versicherungswert, so spricht man von einer Unterversicherung. Die Unterversicherung hat zur Folge, dass im Schadenfall die Entschädigung der Versicherung nur anteilig berechnet wird.

Unverfallbarkeit / unverfallbare Anwartschaft

Auch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses bleibt die Altersvorsorge des Arbeitnehmers unter gewissen Voraussetzungen erhalten.

V

Verbesserte Gliedertaxe

Hat der Versicherungsnehmer eine verbesserte Gliedertaxe vereinbart, erhält er bei gleicher versicherter Invaliditätssumme im Regelfall mehr Geld als bei einer normalen Gliedertaxe.

Verbesserte Übergangsleistung

Bei Privatkunden (ohne Mitwirkung von Krankheiten oder Gebrechen):

Sofern vereinbart wird eine verbesserte Übergangsleistung bezahlt, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person unfallbedingt nach Ablauf von drei Monaten noch um mindestens 50 % beeinträchtigt ist.

Bei Firmenkunden:

Drei Monate nach dem Unfall wird bei 100%iger Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit die Hälfte der vereinbarten Übergangsleistung erbracht. Die andere Hälfte wird nach sechs Monaten gezahlt, wenn immer noch eine 50%ige Einschränkung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit des Versicherten vorliegt.

Verbundene Police / verbundene Lebensversicherung

Bei der verbundenen Police werden zwei oder mehrere Personen in einer Police versichert. Der Beitrag ist günstiger als bei zwei separaten Policen, da die Todesfallsumme nur einmal geleistet wird.

Die verbundene Lebensversicherung dient der Alters- und gegenseitigen Todesfallvorsorge von Ehepaaren oder Lebens- und Geschäftspartner. Sie wird häufig zur Kreditabsicherung gewählt.

Vermögenszugriff bei Arbeitslosengeld II

Bevor Arbeitslosengeld II (Hartz IV) gezahlt wird, muss der Arbeitslose zuerst sein vorhandenes Vermögen aufbrauchen (zum Beispiel Sparguthaben o. Ä.).

Riester-Produkte und die betriebliche Altersversorgung sind hiervon ausgeschlossen, denn sie sind in der Ansparphase pfändungssicher.

Vertragserfüllungsbürgschaft / Ausführungsbürgschaft

Mit der Vertragserfüllungs- bzw. Ausführungsbürgschaft bietet der Auftragnehmer dem Auftraggeber Sicherheit für die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen während der Ausführung bis zur Abnahme des Gewerkes.

Vertragshaftung

Bezeichnet die Haftung, die mit Abschluss von Verträgen übernommen wird.

Beispiel: Bei Anmietung eines Bürogebäudes haftet der Versicherungsnehmer für den im Mietvertrag festgelegten Winterdienst.

Versorgungszusagen

Hiermit ist die arbeitsrechtliche Zusage zur betrieblichen Altersvorsorge gemeint.

Vollkasko / Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung ersetzt Schäden, wenn das eigene Fahrzeug oder einzelne Fahrzeugteile beschädigt oder zerstört werden bzw. abhandenkommen. Auch bei mut- oder böswilligen Handlungen fremder Personen tritt diese Deckung ein. Zusätzlich sind sämtliche Leistungen der Teilkaskoversicherung enthalten.

Vorauszahlungsbürgschaft / Anzahlungsbürgschaft

Die Vorauszahlungs- bzw. Anzahlungsbürgschaft sichert die Zahlung ab, die der Auftragnehmer vom Auftraggeber vorab erhält, um damit die Ausführung des Auftrags zu finanzieren. Stellt der Auftragnehmer den Auftrag wegen Insolvenz nicht fertig, kann der Auftraggeber seinen Anspruch auf Rückzahlung der Vorauszahlung üblicherweise nur dem Insolvenzverwalter melden. Um einen Verlust zu vermeiden, lässt sich der Auftraggeber eine Bürgschaft für die Vorauszahlung geben.

Vorsatzklausel

Versicherungsschutz besteht auch bei dem Vorwurf, ein Vergehen vorsätzlich begangen zu haben, solange keine rechtskräftige Verurteilung wegen Vorsatzes ergeht.

W

Wiederkehrende Zahlung der Invaliditätsgrundsumme

Privatkundenbereich:

Ab einer körperlichen Beeinträchtigung von mindestens 50 % wird je nach Vereinbarung alle zehn oder 18 Jahre die vereinbarte Invaliditätsgrundsumme ausgezahlt – lebenslang.

Firmenkundenbereich:

Ab einer körperlichen Beeinträchtigung von 50 % wird je nach Vereinbarung alle zehn oder 18 Jahre die vereinbarte Invaliditätsgrundsumme ausgezahlt – lebenslang.

Z

Zinseszinseffekt

Zinseszinseffekt bedeutet das Ansammeln von Zinserträgen, das heißt, die durch eine Anlage erzielten Zinsen werden wieder angelegt und steigern die Zinserträge der nächsten Anlageperiode.

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