Riegelschloss

Alle 4 Minuten wird in Deutschland eingebrochen.

Einbruchschutz im Urlaub

Einbruchschutz für Ihre Haus- und Wohnungstür: Was wirklich hilft

Alle vier Minuten wird in Deutschland in Häuser oder Wohnungen eingebrochen. Häufig ist die Tür das Einfallstor für Kriminelle, doch wirksamer Einbruchschutz verhindert Schlimmeres.

Türen sind bei Einbrechern beliebt

Wenn Einbrecher beim schnellen Versuch, in Ihre Wohnung oder Ihr Haus einzubrechen, scheitern, dann haben Sie wahrscheinlich einiges richtig gemacht. Obwohl die Zahl der Einbrüche in Deutschland laut Polizei im Jahr 2017 deutlich zurückgegangen ist – um 23 Prozent im Vergleich zu 2016 – entstand dabei noch immer ein Schaden von über 300 Millionen Euro*. Machen Sie es Einbrechern so schwierig wie möglich. Zehn Tipps dafür finden Sie hier. Aber auch baulich können Sie einiges tun. Zum Beispiel bei der Haustür, einer der neuralgischen Punkte einer Wohnung oder eines Hauses. Es gilt sie besonders zu schützen – ob bei einer neuen oder bei der Nachrüstung einer alten Tür.

Das müssen Sie bei neuen Türen beachten

Wenn Sie eine neue Haustür einbauen, sollten Sie darauf achten, dass diese mindestens der Widerstandsklasse RC 2 entspricht (Standardsicherheit, hält mindestens drei Minuten einem Einbruchsversuch mit Hebelwerkzeugen stand) oder besser noch der Widerstandsklasse RC 3 (erhöhte Sicherheit, mindestens fünf Minuten mechanischer Widerstand).

Auf Nummer sicher gehen Sie zudem, wenn Sie eine Tür kaufen, die der DIN-Norm EN 1627 entspricht. Mit ihr werden geprüfte und zertifizierte Produkte ausgezeichnet, z. B. Türen mit einem Zylinderschloss mit Einbruchhemmung, ein sogenanntes Behördenschloss. Ganz wichtig: Bauen Sie eine Tür nicht selbst ein, sondern überlassen Sie die Montage ausschließlich dem qualifizierten Personal eines Fachbetriebs.

Bei der Finanzierung können Sie sich übrigens von Vater Staat unterstützen lassen. Über die KfW stellt der Staat Fördermittel und Zuschüsse zur Verfügung. Alle Leistungen im Überblick finden Sie hier.

So sollten Sie bestehende Türen nachrüsten

Wollen Sie eine „alte“ Tür zusätzlich absichern, sollten Sie sich nicht auf ein bestimmtes Bauteil beschränken, sondern die Tür als Ganzes betrachten. Denn: Was hilft Ihnen das sicherste Türschloss, wenn ein Einbrecher die Haustür ganz einfach an der gegenüberliegenden Scharnierseite aushebeln kann? Zu den Sicherungsmaßnahmen einer Tür zählen deshalb neben dem Türschloss auch Zusatzschlösser, Wandverankerungen, der Scharnierseitenschutz und weitere Elemente.
• Beim Türschloss sind Zylinderschlösser mit Mehrpunktverriegelung empfehlenswert. Dabei muss der Riegel mindestens zwei Zentimeter in das Schließblech greifen.
• Um das Aufhebeln der Tür zu erschweren, sollten im Mauerwerk verankerte Schließbleche verbaut werden.
• Auch vor nachgemachten Schlüsseln können Sie sich schützen, indem Sie einen Zylinder mit Sicherungskarte einbauen lassen.
• Weitere Zusatzschlösser wie Querriegelschlösser, die Schloss und Bandseite gleichzeitig sichern, erhöhen die Widerstandskraft zusätzlich.
• Auch ein einbruchhemmender Schutzbeschlag macht es Einbrechern schwer, den Schließzylinder zu ziehen oder zu durchschlagen.
• Eine verbaute Sicherheitsfolie in Glaseinsätzen verhindert, dass die Glasscheibe einer Haustür in Bruchstücke zerfällt, wenn sie von einem Hammer oder einem vergleichbaren harten Gegenstand getroffen wird.

Einbruchschutz für das Garagentor nicht vergessen

Die Absicherung von Garagentoren wird oft vernachlässigt. Viele Garagen sind zudem mit dem Haus verbunden, sodass die Verbindungstür eine weitere Achillesferse ist. „Eine nachträgliche Sicherung von Garagentoren ist grundsätzlich möglich und sinnvoll, aber oftmals technisch sehr aufwendig, da die Elemente von den Herstellern eher optisch ansprechend und gewichtsoptimiert konstruiert werden“, gibt Sven Voss von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der Hamburger Polizei zu bedenken. Zur Nachrüstung empfehlen sich dennoch Garagenstangenschlösser, die über einen Profilzylinder verschlossen werden können.

Wenn Sie ein neues Tor einbauen möchten, können Sie schon direkt am Anfang vieles richtig machen: Achten Sie darauf, dass das Garagentor der DIN-Norm ENV 1627 in der Widerstandsklasse WK2 entspricht. Dazu zählt:

• Bei einflügeligen Toren werden beim Schließen zwei Stangen weit in die seitliche Mauerverankerung eingeführt, die ein gewaltsames Öffnen des Garagentores erschweren.
• Bei einem doppelflügeligen Tor sollten die Stangenschlösser senkrecht eingebaut und verankert werden, damit das Tor im oberen und unteren Bereich gut gesichert ist. Bei manueller Öffnungsweise helfen Profilhalbzylinder mit Sicherungskarte, die bündig eingebaut und mit einem Schutzbeschlag bzw. einer Schutzrosette geschützt werden.
• Bei elektrischen Toröffnern ist darauf zu achten, dass kein Spalt im oberen Abschlussbereich vorhanden ist. So kann beispielsweise das Einbringen von Drähten verhindert werden und damit der Zugriff auf die Notentriegelung oder die innen liegende Torbetätigung unterbunden werden.

Finanziellen Schaden abwenden

Für viele Betroffene stellt ein Einbruch ein einschneidendes Erlebnis dar – nicht nur, weil die durch die Täter verursachte Schadenssumme oft hoch ist, sondern auch, weil durch den gewaltsamen Zutritt in die Privatsphäre des Opfers das individuelle Sicherheitsgefühl schweren Schaden nimmt und die Menschen auch lange nach dem Einbruch unter den psychologischen Spätfolgen leiden. Allenfalls der materielle Schaden kann kompensiert werden: Die Hausratversicherung von Zurich kommt für Einbruchsschäden sowie den Wiederbeschaffungswert des gestohlenen Hausrats auf. Hier finden Sie die nötigen Infos zur Zurich Hausratversicherung.

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