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WG gründen – so gelingt es.

Tipps und Regeln

WG gründen – die besten Tipps, wie es gelingt

Studium, Praktikum oder der Job in einer neuen Stadt – es gibt viele gute Anlässe, eine WG zu gründen. Bevor man sich in das große Abenteuer stürzt, sollte man sich ein paar Gedanken machen: Wird es eine WG mit Freunden, braucht man WG-Regeln, wer wird Hauptmieter und wie sollte man sich versichern? Unsere Tipps klären die wichtigsten Fragen.

WG mit Freunden gründen: die Best-Buddy-Bude

Den Traum von einer Freunde-WG träumen viele. Eine WG mit Freunden zu gründen, ist ja auch eine schöne Vorstellung: mit den besten Kumpels oder Freundinnen zusammen zu wohnen, zu kochen, zu essen und die Abende zu verbringen. Allerdings sieht die Realität dann manchmal anders aus – und man ist vom „Best Buddy“ plötzlich überrascht. Prüft also besser vorher, ob ihr auch im Zusammenleben so gut harmoniert: Habt ihr dieselben Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit, Action und Ruhezeiten, von deins und meins? Wie wär’s mit einem kleinen Testlauf? Geht zwei Wochen gemeinsam zelten oder mietet euch eine Ferienwohnung. Danach seht ihr ganz bestimmt klarer.

Die richtigen Mitbewohner finden: die Zweck-WG

Wer eine Zweck-WG gründen will, sollte sich vorher genau überlegen, wie er sich das WG-Leben vorstellt – und sich entsprechend die passenden Mitbewohner aussuchen. Sympathie ist natürlich erst mal das Wichtigste, denn das Leben unter einem Dach ist nun mal sehr intim. Soll es eine reine Frauen- oder Männer-WG oder eine gemischte WG sein? Beides kann seine Reize haben. Darüber hinaus sollten Lebensstil, Interessen und Alter einigermaßen auf einem Level sein, ebenso wie die Vorstellungen von Lernen und Partymachen, Sauberkeit und Privatsphäre. Da heißt es auf beiden Seiten: Karten auf den Tisch.

WG-Regeln: ja oder nein?

Schon im Vorlauf der WG-Gründung merkst du wahrscheinlich, dass es viel zu regeln gibt. Aber der Flow und Spirit einer WG, nämlich das launige und zwanglose Zusammenleben, sollte nicht unter WG-Regeln ersticken. Eine gute Portion Toleranz sollte also mit einziehen. Der zu bewältigende Drahtseilakt heißt: so viele Regeln wie nötig, so wenige wie möglich. Erfahrungsgemäß geht es fast immer um ...
- Saubermachen: Alle sollten ran.
- Einkaufen und Kühlschrankregeln: Meins ist meins, Gemeinsames wird gemeinsam bezahlt.
- Ruhezeiten und Privatsphäre: Tür zu heißt, nicht stören.
- Badezimmerzeiten und -hygiene: keine Spuren, bitte.
Rücksichtnahme sollte von allen gelebt werden – z. B. auch, wenn es um Party machen, heiße Liebesnächte und dünne Wände geht. Aber ehe ihr euch vorher schon über Details die Köpfe heiß redet, vereinbart erst mal eine Probezeit miteinander: Nach zwei, drei Monaten gibt’s dann eine große WG-Konferenz, bei der die WG-Regeln feierlich niedergeschrieben und aufgehängt werden.

WG-Wohnung finden: Stecknadel im Heuhaufen?

Regel Nummer eins, wenn du eine WG gründen willst: frühzeitig suchen. Denn in den klassischen Universitätsstädten und Ballungsräumen sind preisgünstige Wohnungen rar und die Nachfrage zu Semesterbeginn am höchsten. Wenn du noch dazu vorher schon auf eine bestimmte Zimmeranzahl und Größe für eure Wohngemeinschaft festgelegt bist, wird es noch schwieriger. Bist du diesbezüglich noch flexibel, drehst du den Stiefel besser um: erst WG-Wohnung finden, dann WG-Mitbewohner suchen. Wichtig: Der potenzielle Vermieter muss auf jeden Fall wissen, dass du eine WG gründen willst. Neben den gängigen Immobilien-Plattformen lohnt es sich, auf speziellen WG-Suchportalen nach Wohnungen, Zimmern oder Mitbewohnern Ausschau zu halten. Auch auf Webseiten von Studentenwerken findest du viele Tipps und bei deinem Studentenwerk vor Ort auch Anzeigen. Oftmals werden „Studi-Buden“ auch über soziale Netzwerke wie Facebook ausgeschrieben, über ebay-Kleinanzeigen oder direkt am Schwarzen Brett der Uni. Viel Glück beim Finden.

Mietvertrag für eine WG: Wer ist Hauptmieter?

Wenn der Vermieter nicht schon von sich aus die Zimmer mit Nebenkosten einzeln vermietet und abrechnet (gut für Zweck-WGs), musst du bei der WG-Gründung klären, wer den Mietvertrag unterschreibt: Gibt es nur einen Hauptmieter, ist dieser rechtlich allein dem Vermieter gegenüber in der Pflicht. Der Hauptmieter sollte deshalb auf jeden Fall Verträge mit den Untermietern machen – wofür er aber die ausdrückliche Zustimmung des Vermieters braucht. Im Notfall muss der Hauptmieter dennoch für leer stehende Zimmer oder Mietrückstände anderer bezahlen. Umgekehrt kann er aber auch Mitbewohnern kündigen, wenn sie nicht in die WG passen, und über neue entscheiden. Unterschreiben alle den Mietvertrag, sind sie auch alle gleichberechtigt, teilen sich sämtliche Rechte und Pflichten und sind nur gemeinsam kündigungsberechtigt. In diesem Falle sollte der Mietvertrag eine Zusatzklausel enthalten, dass einzelne Mitbewohner wechseln dürfen, ohne dass der Vermieter sein Einverständnis geben muss oder gar ein komplett neuer Vertrag für alle aufgesetzt werden muss.

Wie ist das mit den Nebenkosten? Achtung, Stolperfallen.

Die monatlichen Nebenkosten für die WG solltet ihr anteilig nach Zimmergröße und gleichem Anteil an Gemeinschaftsflächen aufteilen – und dies auf jeden Fall auch im Vertrag festlegen. Verbraucht ein WG-Mitglied auffällig mehr Strom oder Wasser, weil er oder sie z. B. spezielle Elektrogeräte hat oder besonders häufig und lange duscht, könnt ihr dies in der Abrechnung berücksichtigen. Bei Telefon und Internet helfen Flat-Verträge, die zu gleichen Teilen bezahlt werden. Achtung: Erkundigt euch, ob der Vermieter die Nebenkosten-Vorauszahlungen realistisch für eure Personenanzahl berechnet hat. Unbedingt auch vertraglich regeln, wie eventuelle Nachzahlungen aufgeteilt werden.

Welche Möbel braucht man für eine WG?

Super, wenn du vorher schon weißt, wer mit dir zusammen in die Wohngemeinschaft zieht – denn dann könnt ihr vorab klären, wer was mitbringt. Ansonsten richtet sich die Ausstattung natürlich nach der Wohnung (möbliert, teilmöbliert oder leer?) und euren persönlichen Vorlieben: Ist schon eine Einbauküche vorhanden oder müsst ihr euch selbst um eine kümmern? Habt ihr ein gemeinsames Wohnzimmer? Dann braucht ihr wohl auch ein großes Sofa. Genügt euch ein Gemeinschaftsfernseher oder will jeder seinen eigenen im Zimmer haben? Wer steuert den Küchentisch bei, wer hat eine Garderobe, wer ein Regal für das Bad? Für den Anfang gilt aber: Weniger ist mehr. Ehe ihr zu viel Unnötiges in die Bude schleppt, zieht erst mal mit einer kleinen Grundausstattung fürs eigene Zimmer sowie Tisch und Stühlen ein. Alles andere ergibt sich, nachdem ihr einige Zeit in der WG gelebt habt. Dann könnt ihr gezielt nach passenden Gebrauchtmöbeln auf dem Flohmarkt oder bei Ebay suchen und sie mit ein bisschen Farbe hübsch aufpäppeln.

Hausratversicherung: Brauche ich das in einer WG?

Ein Thema geht bei all diesen organisatorischen Fragen oftmals unter: Soll ich mein Hab und Gut versichern? Im ersten Moment denkst du wahrscheinlich: Ich besitze ja nicht viel. Aber stell dir nur vor, bei einem Einbruch, einem Wasserschaden oder gar einem Brand gehen dir Laptop, Drucker, Stereoanlage, Handy, Fernseher, das Fahrrad, alle Klamotten und die geliebte alte Kommode von Oma verloren. Da kommen dann für die Neuanschaffung doch ganz schön viele Kosten auf dich zu. Dennoch sind die meisten klassischen Hausratversicherungen für Studenten und WG-Bewohner überdimensioniert. Denn sie berechnen den Wert einer Wohnung meist mit 650 Euro pro Quadratmeter. Zudem spielt der Wohnort bei der Berechnung der Beiträge meist auch eine Rolle: In einer Großstadt zahlst du dann oft deutlich mehr als auf dem Land. Deshalb hat Zurich ein innovatives Bedarfstool für junge Menschen wie dich entwickelt: Mit „Protect Your Stuff“ kannst du mit wenigen Klicks den Wert deines Besitzes ermitteln und bekommst ein einfaches, günstiges und unkompliziertes Versicherungsprodukt angeboten, das genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist: Mit Festpreis unabhängig von Wohnort oder Quadratmeterzahl und inklusive Versicherungsschutz an einem anderen Aufenthaltsort, wenn du im Urlaub oder für ein Semester im Ausland bist – weltweit. Genauere Infos findest du auf https://www.zurich.de/jungehausrat. Wir freuen uns auf dich.

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