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Elektroauto gebraucht kaufen: Das sollten Sie beachten

Die Begeisterung für Elektromobilität steigt immer weiter an. Neben dem Wunsch, der Umwelt etwas Gutes zu tun, sorgen auch die stete technische Weiterentwicklung der Fahrzeuge sowie attraktive Förderungen dafür, dass immer mehr Elektroautos auf unseren Straßen unterwegs sind. Wenn Sie beim Kauf an einer günstigeren Alternative interessiert sind, kann es sich lohnen, ein Elektroauto gebraucht zu kaufen.

Darauf kommt es beim gebrauchten Elektroauto an

Der elektrische Gebrauchtwagenmarkt wächst langsam, aber stetig. Prinzipiell lohnt es sich, nach neueren Modellen Ausschau zu halten. Die Technik der Elektroautos hat sich in den letzten Jahren schnell verändert, bessere Akkus und eine höhere Reichweite sind die Folge. Auch eine neuere Hauptuntersuchung ist ein gutes Zeichen für den Zustand des Wagens. Überlegen Sie sich zunächst, für welche Fahrten Sie das Auto hauptsächlich nutzen wollen. Für kurze Fahrten zum Supermarkt reicht ein elektrischer Kleinwagen mit wenig PS und geringer Reichweite.

Wichtig ist auch die Frage, wo und wie Sie Ihr E-Auto laden können: Gibt es Ladestellen in der Umgebung oder müssen Sie eine entsprechende Infrastruktur selbst schaffen? Achten Sie beim Kauf auch darauf, dass der Gebrauchtwagen einen europäischen Steckertyp hat. In Europa, Asien und den USA sind zum Teil unterschiedliche Steckertypen auf dem Markt. Je nachdem, woher ein Gebrauchtwagen kommt, besitzt ein Elektroauto den jeweils üblichen Steckertyp. In Europa hat sich der Typ-2-Stecker durchgesetzt.

Besichtigung und Probefahrt des gebrauchten Elektroautos

 

Die gute Nachricht vorab: Ein Elektroauto besitzt weit weniger Verschleißteile als ein herkömmlicher Benziner oder Diesel. Dadurch halten sich meist auch die Folgekosten bei E-Autos sehr in Grenzen. Auch die Laufleistung ist für gewöhnlich nicht ausschlaggebend. Selbst wenn der Wagen schon viele Kilometer hinter sich hat, muss das keinen Einfluss auf seine Fahrtüchtigkeit haben.

Ein besonderes Augenmerk sollten Sie jedoch auf den Zustand der Bremsen legen. Da der Elektromotor nicht nur beschleunigt, sondern auch verzögert, werden die Bremsen im Stadtverkehr oft nur wenig benutzt. Prinzipiell werden sie so weniger abgenutzt, allerdings kann sich auch schneller Rost bilden. Da Elektrofahrzeuge ein höheres Anfahrtsmoment haben, sollten Sie auch einen Blick auf die Reifen werfen. Häufig zeigen sich hier ein stärkerer Abrieb und Verschleiß der Reifen. Zuletzt empfiehlt es sich auch immer, die Leitungen auf Marderbisse zu prüfen.

Das Herz des Elektroautos: die Batterie

Der wichtigste Punkt, auf den Sie beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos achten sollten, ist die Batterie. Auf diese wirken verschiedene Faktoren wie Ladezyklen, Pflege und Temperaturen ein. Auch wenn die Akkus laut Herstellerangaben acht bis zehn Jahre halten sollen, kann die Leistung mit der Zeit sinken. Manche Autobauer vergeben ein Batteriezertifikat – fragen Sie bei der Besichtigung des gebrauchten Stromers danach und fordern Sie es gegebenenfalls an.

Planen Sie am besten eine Probefahrt mit dem gebrauchten Elektrofahrzeug und bitten Sie den Verkäufer, den Akku davor komplett aufzuladen. Während der Fahrt sollten Sie die Batteriekapazität im Auge behalten und feststellen, wie schnell die Akkuladung sinkt. Im Vergleich mit den Angaben, die der Hersteller über Kapazität und Reichweite macht, können Sie feststellen, wie gut der Zustand der Batterie ist. Falls Ihnen nach der Probefahrt noch Zweifel bleiben, können Sie auch eine Werkstatt besuchen. Diese kann die Batterie über eine Datenschnittstelle auslesen und so überprüfen.

Sonderfall Batteriemiete bei E-Autos


Bei vielen E-Autos ist es auch üblich, dass die Batterie nicht direkt mitgekauft, sondern geleast wird. Dadurch sinkt natürlich das Risiko, bei einer defekten Batterie auf den hohen Kosten eines Austauschs sitzen zu bleiben. Je nach Modell belaufen sich die monatlichen Kosten auf 50 bis 150 Euro. Klären Sie in einem solchen Fall mit dem Verkäufer ab, ob der Vertrag für die Batteriemiete von Ihnen übernommen werden kann und wie hoch die genauen Kosten und wie die Konditionen sind.

Die Kosten für ein gebrauchtes Elektroauto


Der Preis für ein gebrauchtes Auto mit Elektroantrieb unterliegt natürlich vielen Faktoren, etwa dem ursprünglichen Neupreis, dem Zustand des Wagens und der Batterie oder eingebauten Extras wie einer Sitzheizung. Aktuell bewegt sich der Wertverlust von E-Autos etwa im gleichen Rahmen wie bei einem klassischen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Wenn Sie ein Elektroauto gebraucht kaufen, können Sie also etwa 30 bis 50 Prozent sparen.

Elektroauto gebraucht oder als Neuwagen kaufen?

Förderungen für den Kauf von E-Autos gibt es allerdings nur bei Neuwagen. Auch Steuervorteile gibt es beim Gebrauchtwagenkauf nicht. Hier empfiehlt sich daher eine Gegenrechnung: Wenn Sie die staatliche Förderung nutzen, sparen Sie auch beim Kauf von elektrisch betriebenen Neuwagen – und bewegen sich vielleicht schon in einem ähnlichen Preisfeld wie beim Gebrauchtwagen. Vergleichen Sie daher am besten die Preise! Um sich den Traum vom gebrauchten Elektroauto zu erfüllen, sollten Sie einige Punkte beachten und vor allem nicht vorschnell kaufen, auch wenn das Auto vermeintlich günstig ist. Überprüfen Sie die Technik und die Konditionen genau, um noch lange Freude an Ihrem E-Auto zu haben.

Damit Sie mit Ihrem Elektroauto rundum sorglos unterwegs sein können, bietet Zurich Ihnen den E-MobilSchutz für E-Fahrzeuge mit amtlichem Kennzeichen. Hier können Sie sich den passenden Schutz aus Kfz-Haftpflicht- und -Vollkaskoversicherung zusammenstellen und zudem Bedienfehler abdecken. Einen geleasten Akku kann man mit dem Baustein „Akku-Ausgleich“ aus dem Versicherungsschutz ausschließen.