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Passwortsicherheit: So schützen Sie Ihre Daten vor Hackern

Wie lautet Ihr Passwort? Greifen Sie lieber zu „qwert“, „start123“ oder gar dem Klassiker „passwort“? Auch wenn jedem Internetnutzer bewusst ist, dass die Passwortsicherheit zum Schutz vor Hackern möglichst hoch sein sollte, nutzen viele unsichere Varianten. Dabei ist es gar nicht kompliziert, ein sicheres Passwort zu erstellen und persönliche Daten zu schützen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sichere Passwörter sind wichtig, um private Daten vor Hackerangriffen zu schützen
  • Das ideale Kennwort ist mindestens acht Zeichen lang und besteht aus einer beliebigen Zeichenfolge
  • Jedes Benutzerkonto sollte über eine individuelle Authentifizierung verfügen
  • Regelmäßiges Ändern der Daten erhöht die Passwortsicherheit

 

Daten vor Hackern schützen

Vielen Internetnutzern erscheint es zu aufwendig oder kompliziert, wirklich sichere Kennwörter für ihre Accounts zu erstellen. Dennoch sollten auch Privatpersonen das Thema Passwortsicherheit ernst nehmen. Schließlich verfügt fast jeder User inzwischen über zahlreiche Benutzerkonten im Internet, in denen die unterschiedlichsten persönlichen Daten gespeichert sind. Neben den Mail-Adressen von Kontakten, Nachrichten mit persönlichem Inhalt oder privaten Fotoaufnahmen sind auch die eigene Adresse und Kreditkarten- oder Kontodaten online abrufbar.

Das freut natürlich Hacker, die sich diese Daten beschaffen wollen. Falls ihnen die Authentifizierung gelingt, können Sie sich die Folgen sicherlich vorstellen: Im schlimmsten Fall verschwindet Geld vom Konto, Waren werden in Ihrem Namen online gekauft oder Nachrichten von Ihrer E-Mail-Adresse versendet. Um Konten effektiv zu schützen, sollten Sie möglichst sichere Passwörter nutzen, die nur schwer zu knacken sind.

Die Methoden der Angreifer für sichere Passwörter nutzen

Angreifer nutzen verschiedene Methoden, um ein Passwort herauszufinden. Mit der Unterstützung von speziellen Algorithmen etwa probieren sie verschiedenste Buchstaben- und Zahlenkombinationen aus, bis sie zu einem positiven Ergebnis kommen. Bei einem sogenannten „Wörterbuchangriff“ hingegen fragen sie Listen mit typischen Passwörtern automatisiert ab.
Daher sollten Sie auf keinen Fall bekannte Namen oder vollständige Wörter, wie sie im Wörterbuch stehen, in Ihr Passwort einbauen. Auch ein persönlicher Bezug, wie das Geburtsdatum des Partners oder die Heimatstadt, gehört nicht in ein sicheres Kennwort. Durch die Daten, die über soziale Netzwerke öffentlich geteilt werden, können Hacker diese personenbezogenen Informationen schnell herausfinden und beim Angriff auf Ihren Account nutzen.

Die richtige Passwortlänge garantiert Sicherheit

Einen wesentlichen Teil der Sicherheit macht die Länge des Kennworts aus. Nach gängigen Empfehlungen sollte es aus mindestens 8 bis 12 Zeichen bestehen. Nach oben gibt es bei der Passwortlänge keine Grenze: Je länger das Passwort, desto besser. Mit jedem Zeichen, das Sie hinzufügen, vervielfacht sich schließlich die Anzahl an möglichen Kombinationen, die ein möglicher Angreifer herausfinden muss.
Welche Zeichenfolge Sie erstellen, bleibt Ihrer Kreativität überlassen. In der Regel können Sie für ein Passwort alle Zeichen der Tastatur nutzen, also Kleinbuchstaben, Großbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen. Dennoch sollten Sie Passwörter kreieren, die sich trotz ihrer Komplexität leicht merken lassen.

Sicheres Passwort erstellen: Eselsbrücke nutzen

Hierfür gibt es einen Tipp: Nutzen Sie bei der Erstellung der Passwörter eine Eselsbrücke. Dazu denken Sie sich einen Satz aus, den Sie sich gut merken können. Bestenfalls enthält er auch mindestens eine Zahl.
Nehmen wir als Beispiel: „Meine Braut fährt alle vier Jahre glücklich und froh nach Paris in Frankreich“. Wenn Sie nun jeweils nur die Anfangsbuchstaben verwenden, erhalten Sie durch diese scheinbar wahllosen Zeichenketten ein sicheres Kennwort: MBfa4Jg&fnPiF
Verzichten Sie dabei auf ausschließliche Kleinschreibung und verwenden Sie auch Großbuchstaben. Zahlen können Sie durch die entsprechenden Ziffern ersetzen und ebenso Sonderzeichen einbauen.

Passwort-Generator für verschiedene Benutzerkonten nutzen

Falls Ihnen diese Variante zu mühsam ist, können Sie auch einen Passwort-Generator nutzen. Diese sind online verfügbar und erstellen auf Knopfdruck ein zufällig zusammengewürfeltes, sicheres Passwort. Auch Passwort-Software, die Sie auf Ihren Computer herunterladen können, bietet einen Generator. In diesen Programmen lassen sich die Passwörter auch speichern – somit müssen Sie sich nur ein einziges Master-Passwort merken, mit dem Sie die Software öffnen.

Tatsächlich ist es nicht empfehlenswert, ein und dasselbe Kennwort für alle Benutzerkonten zu verwenden. Denn sobald Ihr Passwort einmal geknackt wurde, lässt es sich auch ganz unproblematisch für alle weiteren Logins nutzen. Angreifer haben dadurch sehr leichtes Spiel und können sich an der Gesamtbreite der Daten bedienen.

Passwortsicherheit erhöhen: Kennwörter regelmäßig ändern

Mit diesem Gedanken in Hinterkopf sollten Sie auch regelmäßig Ihr Passwort ändern: Mindestens einmal im Jahr, besser noch jedes Quartal. So erhöht sich Ihre Passwortsicherheit, selbst wenn Hacker zwischenzeitlich unbemerkt Zugriff auf Ihre Konten bekommen sollten.
Immer wieder kommt es auch zu Attacken auf große Online-Unternehmen. Die Login-Daten der Nutzer werden dabei abgegriffen und zum Verkauf angeboten. Ist auch Ihr Account in so einem Fall betroffen oder haben Sie anderweitig Bedenken, dass Ihr Passwort geknackt wurde, sollten Sie besonders schnell reagieren und das Kennwort sofort ändern.

Fazit

Wie wichtig eine hohe Passwortsicherheit ist, wird leider häufig unterschätzt. Hacker können Kennwörter leicht knacken und persönliche Daten zu ihren Zwecken missbrauchen. Das Benutzerkonto zu schützen ist mit ein paar Tipps aber nicht schwer: Mit verschiedenen Methoden kann für jeden Account ein sicheres Passwort erstellt und verwendet werden. Dabei ist vor allem die Passwortlänge ausschlaggebend. Aktualisieren Sie Ihre Kennwörter zudem regelmäßig, das sorgt für zusätzliche Sicherheit – denn auf diese kommt es mittlerweile im Internet an.

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