D&O Entscheiderhaftpflicht

Jede Entscheidung birgt immer ein Risiko − wir schützen Sie zuverlässig

D&O Entscheiderhaftpflicht

Wer heute in mittelständischen Unternehmen Entscheidungen trifft, ist wachsenden Haftungsrisiken ausgesetzt. Unsere D&O Entscheiderhaftpflicht von Zurich sichert existenzbedrohende persönliche Folgen von Pflichtverletzungen für Geschäftsführer, Vorstände und Führungskräfte ab.

Vorteile der D&O Entscheiderhaftpflicht sind u. a.:

  • Versicherung der operativen Tätigkeit der bestellten und faktischen Organe und/oder der geschäftsführenden Kommanditisten sowie deren Stellvertreter
  • zusätzliche Deckungssumme für pensionierte Vorstände und Geschäftsführer
  • Gehaltsfortzahlung bei Aufrechnung (Sublimit 250.000 EUR)
  • zwölf Jahre sofortige, prämienfreie Nachmeldefrist
  • Kontinuitätsgarantie: Wird der Versicherungsschutz mit Bedingungseinschränkungen und/oder reduzierter Deckungssumme fortgesetzt, gilt für Pflichtverletzungen vor Änderungsbeginn der ursprüngliche Bedingungsumfang.

Unser Leistungsangebot

Die Zurich D&O Entscheiderhaftpflicht versichert Entscheider von

  • mittelständischen Kapitalgesellschaften,
  • Personenhandelsgesellschaften und
  • Non-Profit-Organisationen

vor gesetzlichen Haftpflichtansprüchen des Versicherungsnehmers (Innenhaftung) und Dritter (Außenhaftung).

Sie ist das Nonplusultra an Schutz und Sicherheit für Unternehmen bis 50 Mio. EUR Jahresumsatz.

Die D&O Entscheiderhaftpflicht bietet Ihnen unter anderem:

  • Schutz bei Vermögensschäden, die auf schuldhafte Pflichtverletzungen der versicherten Person zurückzuführen sind. Der Schutz gilt auch für bei Vertragsbeginn nicht bekannte Pflichtverletzungen, die vor Vertragsbeginn begangen wurden. Er umfasst nicht nur die Ausübung von Organisationspflichten, sondern auch die operativen Tätigkeiten der bestellten oder faktischen Organe und/oder der geschäftsführenden Kommanditisten sowie deren Stellvertreter.
  • Gehaltsfortzahlungen bis 250.000 EUR pro Versicherungsfall und -periode im Falle der Aufrechnung
  • Kontinuitätsgarantie: Wird der Versicherungsschutz unter eingeschränkten Bedingungen und/oder reduzierter Deckungssumme fortgesetzt, gilt für Pflichtverletzungen vor Änderungsbeginn der ursprüngliche höhere Leistungsumfang.
  • Sofortige, prämienfreie, unverfallbare Nachmeldefrist von zwölf Jahren
  • zusätzliche Deckungssumme unter anderem für pensionierte Vorstände und Geschäftsführer
  • Verzicht auf Eigenschadenabzug: Im Schadenfall verzichten wir auf eine Anrechnung von Gesellschaftsanteilen des Versicherten.
  • erstklassiger Service bei der Bearbeitung von Schadenfällen durch qualifizierte Rechtsanwälte in der Schadenabteilung
  • und vieles mehr

Deckungssummen

Bei der Zurich D&O Entscheiderhaftpflicht können Sie eine Deckungssumme von bis zu 25 Mio. EUR wählen.

D&O Entscheiderhaftpflicht im Vergleich

Mit der D&O Entscheiderhaftpflicht von Zurich sichern Sie sich einen Versicherungsschutz, der über den marktüblichen Standard weit hinausgeht.
Versicherungsvergleich*

Stand 01/2016
Marktübliche D&O Bedingungen Zurich D&O Entscheiderhaftpflicht
Version 01/2016

Kontinuitätsgarantie: Wird der Versicherungsschutz mit Bedingungseinschränkungen und/oder reduzierter Deckungssumme fortgesetzt, so gilt für Pflichtversicherungen vor Änderungsbeginn der ursprüngliche Bedingungsumfang
-
Verzicht auf Anrechnung der Kosten und Zinsen auf die Deckungssumme (bei Deckungssummen von bis zu 5 Mio. EUR)
-
Zusätzliche Deckungssumme für Abwehrkosten bei verbrauchter Deckungssumme
20 % der Deckungssumme/max. 500.000 EUR

20 % der Deckungssumme/max. 500.000 EUR
Zusätzliche Deckungssumme für versicherte Personen, soweit die Deckungssumme vollkommen ausgeschöpft ist und sofern ein nicht freistellungsfähiger Vermögensschaden vorliegt und jeglicher anderweitiger Organhaftpflichtversicherungsschutz nicht oder nicht mehr verfügbar ist
Zusätzliche Deckungssumme für pensionierte Vorstände und Geschäftsführer
Wahlweise Möglichkeit zur Wiederauffüllung der verbrauchten Deckungssumme oder Zweifachmaximierung
-
12 Jahre sofortige, prämienfreie und unverfallbare Nachmeldefrist
(✓)
nur 10 Jahre
Freie Wahl eines Rechtsanwalts, Wirtschaftsprüfers oder sonstigen Sachverständigen
(✓)
nur Rechtsanwalt

Konditionendifferenzdeckung -
Interne forensische Kosten (Sublimit 100.000 EUR)
-
 
Aufwendungen für Reisekosten versicherter Personen und Angehöriger (Sublimit 25.000 EUR)
-
Abwehrkosten für Personen- und Sachschäden (20% der Deckungssumme, max. 1 Mio. EUR)
-
Kosten für Verfahren vor dem BVerfG, dem EUGH und ähnlichen Gerichten ohne Sublimit
-
Kosten für Privatklageverfahren nach §§374ff StPO (Sublimit 100.000 EUR je versicherter Person, insgesamt 500.000 EUR)
-
Rechtsschutz im Fall der Aberkennung der Gemeinnützigkeit im Sinne der §§51ff, 63 AO (Sublimit 400.000 EUR)
-
Rechtsschutz bei Verstoß gegen das Mindestlohngesetz (MiLoG) -
Prämienneutrale Ausdehnung der Versicherungsperiode um zwei Monate bei Beendigung des Versicherungsvertrages aus einem anderen Grund als Obliegenheitsverletzung, Anfechtung, Rücktritt oder Prämienzahlungsverzug
Für versicherte Personen, welche aus Gesundheits- oder Altersgründen ausgeschieden sind, besteht eine unbegrenzte Nachmeldefrist
Versicherungsschutz auch in der Gründungsphase einer Tochtergesellschaft, auch wenn die Gründung nicht abgeschlossen wird

     

Den kompletten Vergleich können Sie hier herunterladen:

Gesetzeslage

Der Gesetzgeber hat die Haftung von Geschäftsführern und Vorständen in besonders scharfer Weise geregelt: Sie haften schon bei kleinsten Pflichtverletzungen! Die Beweislast geht dabei in weiten Bereichen zu ihren Lasten.

Pflichtverletzung

Eine Pflichtverletzung liegt vor, wenn der Betroffene die vom Gesetzgeber verlangte Sorgfaltspflicht im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit missachtet.
Dies kann beispielsweise ein Vertrauensbruch sein, eine Nachlässigkeit, ein Irrtum, eine irreführende Äußerung oder die verspätete Stellung eines Insolvenzantrages.

Geschäftsführer und Vorstände

  • können sich nicht von ihrer Verantwortung lösen aufgrund

    - mangelnder Kenntnisse,

    - mangelnder Fähigkeiten,

    - mangelnder Erfahrungen,

    - von Abwesenheit;

  • haften bei Verletzung der Sorgfaltspflicht mit ihrem Privatvermögen in unbegrenzter Höhe;
  • haften schon bei leichter Fahrlässigkeit;
  • haften gesamtschuldnerisch;
  • müssen vielfach beweisen, dass sie mit der gebotenen Sorgfalt gehandelt haben;
  • haben ein besonderes Haftungsrisiko bei Insolvenz des Unternehmens.

Schadenbeispiele

Geschäftsführer und Vorstände, aber auch Bei- und Aufsichtsräte sind in der Praxis einem ganz erheblichen Haftungsrisiko ausgesetzt. Schon bei leichtester Fahrlässigkeit droht ihnen die Haftung mit ihrem gesamten Privatvermögen.

Einem GmbH-Geschäftsführer bzw. dem Vorstand einer Aktiengesellschaft droht beispielsweise die Haftung mit seinem Privatvermögen, wenn er*

  • versehentlich Forderungen verjähren lässt.
  • es zulässt, dass behördliche Brandschutzauflagen nicht rechtzeitig erfüllt werden und es deshalb zu behördlichen Betriebsstilllegungen kommt.
  • es trotz fehlender eigener Sachkunde schuldhaft unterlässt, sich bei komplizierten Vertragsgestaltungen den erforderlichen qualifizierten Rat eines Fachmannes einzuholen und dadurch ein Schaden verursacht wird.
  • unter Verstoß gegen § 4 Abs. 2 GmbHG mit einer Firma zeichnet, ohne den gesetzlich vorgeschriebenen Zusatz hinzuzufügen, der klarstellt, dass es sich um eine GmbH handelt.
  • es unterlässt dafür zu sorgen, dass die vom Unternehmen genutzten Allgemeinen Geschäftsbedingungen zueinander passen und dadurch einem Dritten ein Schaden entsteht.
  • den Steueranspruch des Staates dadurch verkürzt, dass er den Zeitpunkt verzögert, in dem das Finanzamt die Höhe des Steueranspruchs feststellen konnte.
  • ein sich später als ungeeignet herausstellendes Gerät bestellt, obwohl die Gesellschaft zunächst das Gutachten eines Sachverständigen abwarten wollte.
  • nach unzureichenden Erkundigungen eine ungeeignete EDV-Anlage erwirbt und dadurch erhebliche Nachbesserungen anfallen.
  • einen günstigeren, aber nicht zuverlässigen Zulieferer gewählt hat und deshalb Halbfabrikate anderweitig zu überhöhten Preisen eingekauft werden mussten.
  • es zulässt, dass Nachlässigkeiten beim Kauf oder Verkauf von Beteiligungen auftreten oder falsche Anweisungen an Tochtergesellschaften ergehen und dadurch dem Unternehmen Vermögensverluste entstehen.
  • Werbematerial herstellen lässt, das wegen Wettbewerbswidrigkeit nicht verwendet werden kann.
  • gegenüber Geschäftspartnern in besonderem Maße persönliches Vertrauen in Anspruch genommen hat, dieses dann verletzt und den Geschäftspartnern dadurch einen Schaden zugefügt hat.
  • den Insolvenzantrag nicht rechtzeitig stellt.
  • gegenüber Geschäftspartnern nicht auf die mögliche Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung der Gesellschaft hinweist.
  • es bei drohender Zahlungsunfähigkeit unterlässt, einen Antrag auf Anordnung des Schutzschirmverfahrens beim Insolvenzgericht zu stellen.
  • keinen vorherigen Eigenantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung stellt.
  • die Stellung eines Antrags auf Eigenverwaltung unterlässt.
  • die Bescheinigung eines in Insolvenzsachen erfahrenen Beraters über drohende Zahlungsunfähigkeit und/oder Vorliegen der Überschuldung nicht fristgemäß vorlegt.
  • eine Anzeige der zwischenzeitlich eingetretenen Zahlungsunfähigkeit unterlässt.

Beiräten bzw. Aufsichtsräten droht beispielsweise die Haftung mit ihrem Privatvermögen, wenn sie*

  • Verzögerungen bei der Stellung des Insolvenzantrages trotz Kenntnis der Überschuldung unbeanstandet hinnehmen.
  • von existenzbedrohenden Geschäften erfahren und – nachdem der Geschäftsführer bzw. Vorstand die entsprechenden Nachfragen unvollständig bzw. unbefriedigend beantwortet hat – nicht die nötigen Konsequenzen ziehen.
  • der Veräußerung eines Betriebsgrundstückes zu einem weit unterhalb des Verkehrswertes liegenden Verkaufspreis und weiteren, damit zusammenhängenden Vereinbarungen zustimmen.

Mit der Zurich D&O Entscheiderhaftpflicht werden leitende Mitarbeiter vor persönlichen finanziellen Folgen ihrer Tätigkeit abgesichert.

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