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  2. Global Risks Report 2018

Neue und alte Bekannte auf der Risikoweltkarte

Global Risk Chart

Der diesjährige Risikobericht des Weltwirtschaftsforums in Davos lieferte eine pessimistische Prognose. Das Resümee: Umweltprobleme, Cyber- Attacken, wirtschaftliche Ungleichheit und politische Krisen bedrohen die Welt. Die Erholung der Weltwirtschaft bietet jedoch neue Chancen für Fortschritt. Der Bericht basiert auf einer weltweiten Befragung von rund 1000 Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Yves Betz

Vorstand Commercial Insurance

Yves Betz

Zwar sind Unternehmen und politische oder gesellschaftliche Institutionen mittlerweile gut in der Lage, sich gegen viele Einzelrisiken abzusichern, jedoch müssen sie sich neuen Bedrohungen stellen: Durch die globale Vernetzung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gewinnen die Gefahren an Stärke und Geschwindigkeit.

Laut Bericht rechnen knapp 60 Prozent der Befragten damit, dass die globalen Risiken in diesem Jahr wachsen, nur sieben Prozent glauben, dass sich die Lage entspannen wird. Wie bereits in 2017 gab die Entwicklung der Umwelt den Experten am meisten Anlass zur Sorge: Von den 30 globalen Risiken, die die Experten in Bezug auf Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen gewichten sollten, wurden alle fünf Umweltrisiken – extreme Wetterereignisse, Verlust der biologischen Vielfalt und Zusammenbruch des Ökosystems, große Naturkatastrophen, vom Menschen verursachte Umweltkatastrophen und das Scheitern von Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel – in beiden Bereichen hoch eingestuft. Wetterextreme stellen laut Umfrage das größte Einzelrisiko dar.
Risiken mit den groessten Folgen und Auswirkungen
Risiken mit hoher Wahrscheinlichkeit

Cyber-Angriffe werden häufiger und komplexer

Geopolitische Reibungen tragen dazu bei, dass Cyber-Angriffe sowohl häufiger als auch komplexer werden. Gleichzeitig nimmt die sogenannte Cyber Exposure, also die digitale Angriffsfläche, zu, da Unternehmen immer stärker von Technologie abhängig sind. Gemessen an der Eintrittswahrscheinlichkeit gehören Cyber-Angriffe und massiver Datenmissbrauch zu den Top 5 der globalen Risiken.

Sorge vor globalen Risiken

Geopolitische Landschaft verschlechtert sich

Statt konstruktiver Zusammenarbeit dominiert der Trend, sein eigenes Land als Machtzentrum zu sehen - eigene Interessen und Vorhaben stehen im Vordergrund. Das sorgt für Schwierigkeiten globale Zustände zu verbessern. 93 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die politischen oder wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den Großmächten verschärfen werden und fast 80 Prozent erwarten eine Zunahme der Risiken, die mit einem Krieg unter Beteiligung von Großmächten verbunden sind. „Zwar sind Unternehmen und politische oder gesellschaftliche Institutionen mittlerweile gut in der Lage, sich gegen viele Einzelrisiken abzusichern, jedoch müssen sie sich neuen Bedrohungen stellen: Durch die globale Vernetzung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gewinnen die Gefahren an Stärke und Geschwindigkeit.“, sagt Yves Betz, Vorstand Commercial Insurance der Zurich Gruppe Deutschland.

Aussicht auf Problemlösungen

Wichtige Wirtschaftsindikatoren deuten darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft nach der globalen Krise, die vor etwa zehn Jahren ausbrach, wieder auf dem richtigen Weg befindet. Es gilt daher umso mehr das Risiko eines globalen Systemzusammenbruchs ernst zu nehmen und sich den systemischen Herausforderungen zu stellen. „Die Aussicht auf ein starkes Wirtschaftswachstum bietet Staats- und Regierungschefs die Chance, gegen schwerwiegende Schwächen in vielen der komplexen Systeme, wie Gesellschaften, Volkswirtschaften, internationale Beziehungen und Umwelt, partnerschaftlich anzugehen. Auch das ist die Botschaft des veröffentlichten Global Risks Report 2018.“, so Betz weiter.

Cyber-Risiken

Weltkarte Sorge vor Cyber Risiken

Global Risks Report: Sorge um Cyber-Risiken ist berechtigt

  • 64 Prozent aller schädlichen E-Mails in 2017 waren Ransomware-Angriffe.
  • Die Ransomware „WannaCry“ traf Schätzungen zufolge 300.000 Computer in 150 Länder.
  • Angriffe gegen Unternehmen haben sich in fünf Jahren fast verdoppelt.

Bonn, 21.03.2018 Cybersicherheitsrisiken wachsen in ihrer Quantität und in ihrem disruptiven Potenzial. Das geht aus weiterführenden Analysen des Global Risks Report 2018 hervor. „Die wachsende Sorge um Cyber-Risiken ist berechtigt. Der Report zeigt, dass Vorfälle, die früher einmal als außergewöhnlich galten, immer alltäglicher werden. In 2017 machten Ransomware-Angriffe 64 Prozent aller schädlichen E-Mails aus“, erklärt Yves Betz, Vorstand Commercial Insurance der Zurich Gruppe Deutschland. „Angriffe gegen Unternehmen haben sich in fünf Jahren fast verdoppelt. Die Folge: Finanzielle Auswirkungen von Cyber-Risiken steigen. Unternehmen sind gezwungen stärker in Prävention zu investieren.“

WannaCry – Beispiel für unzureichende Vorsorge

Die Ransomware „WannaCry“ hatte im Mai 2017 Infrastrukturen auf der ganzen Welt gestört, darunter Regierungsministerien, Eisenbahnen, Banken, Telekommunikationsanbieter, Energieunternehmen, Automobilhersteller und Krankenhäuser. Schätzungen zufolge traf „WannaCry“ insgesamt 300.000 Computer in 150 Ländern. „Der wachsende Trend von Cyber-Angriffen auf kritische Infrastruktur und strategische Industrieziele ist unverkennbar. Derartige Angriffe könnten im schlimmsten Fall komplette Infrastrukturen treffen – Systeme, die eine ganze Gesellschaft lahm legen würden“, so Betz weiter. Entscheidend für die Wirtschaft ist, dass der Angriff die Abhängigkeit und Fragilität von kritischer Infrastruktur für den Betrieb einer ganzen Organisation hervorhebt. Während Cyberkriminelle die zunehmende Cyberabhängigkeit unserer Systeme nutzen, müssen sich Wirtschaftsführer und Regierungen zusammenschließen, um Sicherheiten und Schutz aufzubauen. In einer vernetzten Welt müssen sich Unternehmensführungen ganzheitlich mit Risiken befassen und in ihren Organisationen Resilienz gegenüber den Auswirkungen eines Cyber-Angriffs auf kritische Infrastrukturen aufbauen.

Internationaler Vergleich: Sorge um Cyber-Risiken dominiert in Deutschland

Neben dem jüngst veröffentlichten Global Risks Report 2018, liefert auch der World Economic Forum Executive Opinion Survey 2017* wichtige Erkenntnisse zu weltweit wahrgenommenen Sorgen und Ängsten. Im Mittelpunkt stehen die befürchteten Auswirkungen globaler Risiken auf die wirtschaftliche Geschäftstätigkeit in einem jeweiligen Land: Für die deutsche Wirtschaft bereiten Cyberattacken mit 41,1 Prozent am meisten Sorge. Dies bedeutet, dass fast die Hälfte der befragten deutschen Führungskräfte Cyberattacken zu ihren Top5 gefürchtetsten globalen Risiken zählen. Im weltweiten Durchschnitt kommen Cyberattacken nur auf Platz 8 mit 18,4 Prozent.

*„World Economic Forum Executive Opinion Survey 2017“ - Die insgesamt 12.411 Teilnehmer aus 136 Ländern wurden gefragt: Welche fünf globalen Risiken bereiten Ihnen mit Blick auf die Geschäftstätigkeit in ihrem Land, innerhalb der nächsten 10 Jahre, am meisten Sorgen? Es erfolgte also ein Top5 Ranking, ohne Mehrfachnennung. Den Befragten wurden 29 Risiken zur Auswahl vorgelegt. Detaillierte Informationen zur Studie und ihrer Methodologie finden Sie unter: www.zurich.com/en/knowledge/articles/2017/09/key-data-points-global-risks-of-highest-concern-for-doing-business-in-2017

Mehr Informationen zum Global Risks Report 2018 und den einzelnen Themenschwerpunkten erhalten Sie unter: www.zurich.com/en/corporate/knowledge/articles/2018/01/the-global-risks-report-2018

Risiko-Wahrscheinlichkeit

Global Risk Landscape 2018

Mehr zum Global Risks

Report Der Global Risks Report 2018 wurde im vergangenen Jahr mit Unterstützung des Global Risks Advisory Board des Weltwirtschaftsforums erarbeitet. Die Zurich Insurance Group (Zurich) ist neben Marsh & McLennan Companies einer der strategischen Partner. Diese wirken gemeinsam mit den akademischen Beratern an der Oxford Martin School (University of Oxford), der National University of Singapore und dem Wharton Risk Management and Decision Processes Center (University of Pennsylvania) an der Erstellung des Berichtes mit.

Den gesamten Global Risks Report 2018 und eine Executive Summary sowie Bildmaterial finden Sie in unserem Zurich Newsroom unter: www.newsroom.zurich.de