|
|
Download
Laden Sie sich alle Seiten zum Unternehmer-Thema "Innere Kündigung" bequem als PDF-Datei herunter.
Gründe für die innere Kündigung
Experten gehen von folgenden Gründen aus:
- Das persönliche Umfeld
- Das Verhalten der Kollegen
- Das Verhalten der Führungskräfte
- Spezifische Gegebenheiten im Unternehmen
- Eigene unrealistische Erwartungen
Das persönliche Umfeld
- Die Familie trägt das berufliche Engagement nicht mit.
- Im außerbetrieblichen Umfeld (Verein, sonstige Organisationen) bekommt der Mitarbeiter mehr Anerkennung und Zuwendung als im Betrieb.
- Die Arbeit hat einen geringen gesellschaftlichen Status, der Mitarbeiter sieht keinen Grund, stolz auf seine Arbeit zu sein.
Das Verhalten der Kollegen
- Die Kollegen akzeptieren den Mitarbeiter nicht.
- Er erhält keine Unterstützung und Hilfe.
- Informationen werden bewusst nicht oder falsch an ihn weiter gegeben.
- Er bekommt immer die schlechteste Arbeit zugeteilt.
- Bei privaten Aktivitäten wird er nicht berücksichtigt.
Das Verhalten von Führungskräften
- Ständige Eingriffe in den Verantwortungsbereich des Mitarbeiters. Dieser hat das Gefühl: Ich kann das wohl nicht.
- Ein übergeordneter Vorgesetzter überspringt bei seinen Führungs- und Entscheidungsaktivitäten hierarchische Zwischenetappen. Die übergangene Führungskraft oder der Mitarbeiter empfindet das als Autoritätsverlust und reagiert durch eine "Rückgabe" der Verantwortung an den Vorgesetzten.
- Einzelne Aufgaben, die eigentlich im Verantwortungsbereich des Mitarbeiters liegen, werden vom Vorgesetzten bearbeitet und gelöst. Der Mitarbeiter reduziert seine Eigenverantwortlichkeit.
- Eine Besprechung, in der bereits im Vorfeld klar ist, wie die erarbeitete Lösung auszusehen hat, frustriert die Besprechungsteilnehmer. Dasselbe gilt für Versuche, den Mitarbeiter durch direktive "Anregungen" zu einem bestimmten Arbeitsergebnis zu bewegen. Die meisten Mitarbeiter stellen so nach und nach ihre Eigenaktivität ein.
- Zwanghafte Ordnungsliebe und hohe Detailorientierung lähmen die konstruktive Zusammenarbeit. Die Angst vor Fehlern oder Misserfolgen nimmt zu.
- Mitarbeiter spüren rasch, ob der Vorgesetzte seine Verbal-Bekenntnisse auch in Taten umsetzt oder ob es bei bloßen Lippenbekenntnissen bleibt. Enttäuschungen des Mitarbeiters wirken sich unmittelbar auf seine eigenen Leistungsmaßstäbe aus.
- Menschen neigen dazu, sich so zu verhalten, wie es von ihnen erwartet wird. Das auch als "Sich-selbst-erfüllende-Prophezeiung" bekannt gewordene Phänomen sorgt dafür, dass unausgesprochene Erwartungen (z. B. "das geht schief") das Ergebnis "produzieren".
Spezifische Gegebenheiten im Unternehmen
- Die Mitarbeiter empfinden das Gehalts- und Einkommenssystem als ungerecht.
- Die Mitarbeiter sehen keine Freiräume zur persönlichen Entfaltung.
- Das Betriebsklima wird als schlecht empfunden.
- Die Arbeitsbedingungen entsprechen nicht den Vorstellungen.
- Es gibt Unklarheiten in der Aufgabenstellung.
- Störungen werden zu spät aufgefangen.
- Die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens stehen im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik.
- Die Mitarbeiter fühlen sich permanent über- oder unterfordert.
- Die Mitarbeiter empfinden, dass Statussymbole (Firmenwagen, Büroausstattung, Firmenparkplatz etc.) ungerecht verteilt sind.
- Die Mitarbeiter haben Angst, den technischen Veränderungen in ihrem Arbeitsbereich nicht gewachsen zu sein.
- Es besteht keine Aussicht, sich beruflich weiter zu entwickeln.
Eigene unrealistische Erwartungen
- Ein junger Mitarbeiter hat einen schnellen, unproblematischen Aufstieg erwartet.
- Der Mitarbeiter hat Fortbildungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen und hält die positiven Auswirkungen im Betrieb für selbstverständlich.
- Der Mitarbeiter überschätzt massiv seine Leistungen. Negative Äußerungen des Vorgesetzten über seine Leistungen nimmt er nicht wahr.
|
|